Die mehrjährige krautige Pflanze wird etwa 20 bis 60 cm (bis 100 cm) hoch. Die Laubblätter sind am Grund gestielt und doppelt dreiteilig. Die Fiederblättchen besitzen einen unregelmäßigen gezackten Rand. Die Stängelblätter sitzen wechselständig.
Die braunviolette Blüten werden etwa 4 bis 6 Zentimeter breit, wobei die äußeren Blütenblätter länglich zugespitzt sind. Dazwischen befinden sich fünf innere Blütenblätter (Nektarblätter) mit deutlich gebogenem Sporn. Die zahlreichen Staubblätter ragen weit aus der Blüte hervor. Es sind meist fünf Fruchtblätter vorhanden. Die Balgfrüchte werden bis zu 15 mm lang.
Protoanemonin (auch Anemonol oder Ranunculol) ist ein Lacton der Hydroxy-penta-2,4-diensäure, welches in unterschiedliche Konzentration als Toxin in allen Hahnenfußgewächsen vorkommt.
Es wird bei Verletzung der Pflanzen freigesetzt und bei Kontakt mit der Haut oder Schleimhaut kommt es zu Vergiftungserscheinungen wie Rötung, Juckreiz oder gar Blasenbildung auf der Haut (Hahnenfußdermatitis). Bei der inneren Aufnahme beeinflusst es das Nervensystem: Es kommt zu Erbrechen, Durchfall und Schwindelanfällen, aber auch zu Krämpfen und Lähmungserscheinungen.
Es ist wirksam gegenüber Pilzen.
Beim Trocknen der Pflanze wird Protoanemonin in das ungiftige Anemonin übergeführt.
Standort
Als Standort bevorzugt die kalkliebende Pflanze Wälder (besonders Rotföhrenwälder) Säume, Niedermoorwiesen und Hochstaudenflure von der Tallage bis in 2000 m über NN.
Verbreitung & Vorkommen
Die Pflanze kommt in den Alpen und dem Alpenvorland sowie den Mittelgebirgen Südwesteuropas (Apennin) vor. Sie wächst von der montanen bis zur alpinen Höhenstufe, doch ist sie in der subalpinen Höhenstufe am häufigsten.
In Österreich ist sie verstreut bis selten. Sie fehlt im Raum Wien und Burgenland. In Niederösterreich wächst sie wild nur im Westen.
In der Schweiz kommt sie in den meisten Kantonen verstreut vor.
Aus derselben Gattung (Aquilegia)
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