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Pfeilblättrige Gänsekresse

Arabis sagittata (Bertol.) DC.

Die Pfeil-Gänsekresse ist eine mehrjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von meist 30 bis 60 Zentimeter erreicht. Die Grundblätter verwelken erst nach der Hauptblütezeit und in ihren Achseln bilden sich dann oft rosettige Seitentriebe. Die Pflanze bildet einen bis wenige aufrechte Stängel. Der Stängel ist im unteren Abschnitt mit langen, einfachen oder zweistrahligen, deutlich gestielten Haaren besetzt. Die mittleren Stängelblätter weisen einen herz- oder pfeilförmigen Grund mit 1 bis 2 Millimeter langen, stängelumfassenden Öhrchen auf. Die meist 12 bis 50 Stängelblätter sind meist viel länger als die 6 bis 20 Millimeter langen Stängelglieder. Die unteren und mittleren Stängelblätter sind auf der Fläche behaart.

Die Blühzeit der Pfeil-Gänsekresse reicht in Mitteleuropa von Mai bis Juli. Der Blütenstand ist 20- bis 50-blütig. Die 4 Kelchblätter sind 2 bis 4 Millimeter lang. Die vier weißen Kronblätter sind 4 bis 7 Millimeter lang und vorne 0,6 bis 1,5 Millimeter breit. Die Blüten weisen 6 Staubblätter und einen Griffel, der fast so breit wie der Fruchtknoten ist, auf.

Die oft über 5 Zentimeter langen Schoten stehen dicht, steif aufrecht und mehr oder weniger parallel zueinander und liegen der Traubenachse an. Die längsten Fruchtstiele sind 3 bis 7 Millimeter lang. Die Frucht ist fast flach, meist mehr als 0,8 Millimeter breit und im unreifen Zustand grün. Der Mittelnerv der Fruchtklappen ist nur im unteren Teil deutlich erkennbar. Der Same ist 0,1 bis 0,2 Millimeter breit geflügelt.

Arabis sagittata ist diploid. Sie hat die Chromosomenzahl 2n = 16.

Bei der Pfeil-Gänsekresse handelt es sich um einen Hemikryptophyten. Die Art ist kalkliebend.

Standort

Halbmagerrasen, Halbtrockenrasen, Magerwiesen und Böschungen

Verbreitung & Vorkommen

Die Pfeil-Gänsekresse ist in fast ganz Kontinentaleuropa außer in Nordeuropa sowie in Asien heimisch. Sie tritt in allen Ländern des deutschsprachigen Raums außer in Liechtenstein auf.

In Österreich tritt die Pfeil-Gänsekresse in allen Bundesländern außer in Vorarlberg zerstreut bis selten in der collinen bis montanen Höhenstufe auf. Im westlichen Alpengebiet, im Gebiet der Böhmischen Masse und im nördlichen Alpenvorland gilt die Art als gefährdet.

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