Der Stechginster ist ein laubwerfender, dorniger, sparrig verzweigter Strauch, der Wuchshöhen von bis zu 2 Meter erreicht. Seine Laubblätter sind zu feinen Nadeln aufgerollt. Die Blätter und Kurztriebe sind zu Dornen umgebildet.
Er trägt von April bis Juli einzeln stehende, etwa zwei Zentimeter lange, gelbe Blüten. Die gelben, nektarlosen Schmetterlingsblüten mit Schnellmechanismus stehen Anfang des Frühling und Frühsommer in voller Blüte. Die Bestäuber sind hauptsächlich Hummeln.
Die Samen des Stechginsters befinden sich in einer bis 15 mm langen, behaarten Hülsenfrucht und sind besonders wegen des Gehalts von bis zu 1 Prozent Cytisin sehr giftig.
Diese Pflanzenart weist, vor allem in den heißen Sommermonaten, ein hohes Brandrisiko auf, weil sie zwei bis vier Prozent leicht entzündliche Öle in den grünen Zweigen enthält.
Der Stechginster hindert mit seinen vielen Zweigen und großen, kräftigen Dornen (10 bis 20 Millimeter) Tiere daran seine Blüten zu fressen. Zweige und Dornen können ein undurchdringliches Dickicht bilden, in denen sich auch abgestorbene Sträucher anhäufen können.
Standort
Die Pflanzenart wächst in gemäßigtem Klima vorzugsweise auf trockenen oder sumpfigen Sandböden.
Verbreitung & Vorkommen
Ursprünglich kommt er aus den atlantischen Regionen Europas. Inzwischen ist der Stechginster weit auf der Erde verbreitet und kommt auch in ganz Deutschland vor.
Inhaltsstoffe
Die Früchte und die Zweige sind für Menschen sehr giftig. Als Arzneidroge dienen die Samen und die jungen Triebe. Wichtige Inhaltsstoffe sind das Cytisin, Anagyrin, Methylcytisin, Flavonoide und Lectine (Ulexlectin).
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