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Tränendes Herz

Lamprocapnos spectabilis

Das Tränende Herz ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 50 bis 90 Zentimeter erreicht. Es bildet eine Pleiokorm-Rübe aus. Die Blätter sind 20 bis 40 Zentimeter lang und zwischen 14 und 20 Zentimeter breit. Sie sind 2- bis 3-fach gefiedert. Die Endabschnitte sind gelappt bis fiederschnittig und 2 bis 3 Zentimeter lang.

Die Blüten sind am Grund herzförmig und messen 20 bis 27 × 18 bis 22 Millimeter. Je 8 bis 11, selten 3 bis 15 Blüten sind in einer einseitswendig überhängenden Traube angeordnet. Die äußeren Kronblätter sind meist rosa, seltener weiß gefärbt und ihre Spitzen sind abstehend bis zurückgebogen.

Die Blütezeit reicht von Mai bis Juni, selten beginnt sie bereits im April.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 16.

Das Tränende Herz wurde lange in die Gattung der Herzblumen (Dicentra) gestellt, mit deren Vertretern sie vor allem die Blütenform gemeinsam hat. Die abweichende Anatomie der Samenschale legte jedoch nahe, die Art aus der Gattung auszugliedern. Eine molekulargenetische Untersuchung aus dem Jahr 1997 konnte die Frage dann klären. Seither wird die Art in die monotypische Gattung Lamprocapnos gestellt.

Giftige Pflanzenteileganze Pflanze
Giftigstes PflanzenteilWurzel oder Knolle
GiftstoffeIsochinolin-Alkaloide

Erste Symptome

Rötung

Folgesymptome

Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Krämpfe, Blut im Urin (Hämurie), erhöhter Harndrang, Kreislaufkollaps, Benommenheit, Magen-Darm-Entzündung (Gastroenteritis), Atemnot

Symptome bei Hautkontakt

Blasenbildung, Brennen im Mund, Brennen auf der Haut

Sofortmaßnahmen

sofort Gabe von 10g Kohle-Pulver (Kohle-Pulvis), Erbrechen auslösen, Gabe von Natriumsulfat (= Glaubersalz = Schwefelsaures Natron): ein Esslöffel auf 250ml Wasser

Verbreitung & Vorkommen

Das Tränende Herz kommt in Korea sowie im Norden und Westen der Volksrepublik China in lichten, feuchten Berg-Laubwäldern in Höhenlagen von 30 bis 2400 Meter vor.

Obwohl die Art eine sehr häufige Gartenpflanze ist, verwildert sie nur selten und es gibt nur wenige stabile neophytische Vorkommen.

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