Der Garteneibisch (Hibiscus syriacus) gehört zur Gattung Hibiskus (Hibiscus) in der Familie der Malvengewächse (Malvaceae). Er stammt aus Asien, dem Orient und aus Japan. In Mitteleuropa wird der Straucheibisch in vielen Formen als Zierstrauch in Gärten kultiviert, muss aber in Norddeutschland und klimatisch ungünstigen Lagen Mitteleuropas einen Winterschutz erhalten.
Beim Straucheibisch handelt es sich um einen laubabwerfenden Strauch, der Wuchshöhen von 1 bis 4 Meter erreichen kann. Die meist rhombisch-eiförmige, mehr oder weniger dreilappige, grob kerbsägige Laubblätter sind 2,5 bis 9 cm lang und 1,5 bis 5 cm breit. Der behaarte Blattstiel ist 0,5 bis 3,5 cm lang. Die Nebenblätter sind 4 bis 6 mm lang.
Sehr zahlreich erscheinen einzeln in den Blattachseln stehende Blüten. Der Blütenstiel ist 0,5 bis 2 cm lang. Die ausgebreiteten, radiärsymmetrischen, zwittrigen, fünfzähligen Blüten weisen einen Durchmesser von etwa 4 bis 8 cm auf. Die sieben bis neun Außenkelchblätter sind schmal-lanzettlich bis linealisch, 6 bis 15 mm lang und besitzen Sternhaare. Die fünf 1,2 bis 1,7 cm langen, gelblichen Kelchblätter sind bis zur Hälfte verwachsen und besitzen Sternhaare. Die fünf weißen, rosa-, purpurfarbenen, violetten oder blauen, verkehrt eiförmigen Kronblätter sind 4 bis 5 cm lang und 2 bis 3,5 cm breit. Bei der Unterfamilie Malvoideae sind die vielen Staubblätter in eine den Stempel umhüllende Röhre verwachsen, dem sogenannten Androgynophor. Es gibt auch Sorten mit gefüllten Blüten.
Die Kapselfrucht weist eine Länge von 1,5 bis 2 cm und einen Durchmesser von 1 cm auf. Die Samen sind 2 bis 4 mm lang.
Es gibt zahlreiche Sorten, die als Zierpflanzen in Parks und Gärten dienen.
Blätter und Blüten werden roh oder gegart gegessen. Auch die unterirdischen Pflanzenteile sind essbar. Medizinisch werden Pflanzenteile vielfältig eingesetzt. Die Pflanzenfasern werden genutzt. Ein Haarwaschmittel wird aus den Blätter hergestellt. Die Blüten kann man zum Blaufärben verwenden.[2]
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