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Lorbeerblättriger Schneeball

Viburnum tinus

Der Lorbeerblättrige Schneeball ist ein immergrüner Strauch oder kleiner Baum, der Wuchshöhen von bis zu 3,5 Meter erreicht. Die gegenständig angeordneten Laubblätter sind einfach, ledrig und eiförmig bis elliptisch. Die Blattoberseite ist glänzend dunkelgrün und die Blattunterseite ist drüsig behaart. Der Blattrand ist glatt.

Alle Blüten, die in einem, flachen, trugdoldigen Blütenstand zusammen stehen, sind fertil. Die duftenden Blüten sind zwittrig und fünfzählig. Die fünf Kelchblätter sind verwachsen. Die fünf Kronblätter sind röhrig verwachsen mit ausgebreiteten abgerundeten Kronlappen und in der Knospe rosa, später weiß. Es ist nur ein Kreis mit fünf Staubblättern vorhanden. Der Griffel ist kurz. Die winterliche Blütezeit reicht von November bis April. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten.

Die einsamigen Steinfrüchte sind bei Reife bläulich-schwarz.

Plinius erwähnte „Tinus“ als eine Art Lorbeer („bacae caerulae“ (Plin. 15,128–129)).[4] Hieronymus Bock bezeichnet „Tinus“ als „Wild Lorbeerbaum“ oder sonst als „Laurus Agria/Aria“.[5] Auch Rembert Dodoens nannte den Lorbeerblättrigen Schneeball „Wilde Laurus-boom, Laurus sylvestris“.[6] Bis weit in das 17. Jahrhundert hinein wurde die Art wegen ihrer immergrünen, ledrigen, glänzenden, ganzrandigen Laubblätter und ihrer metallisch glänzenden Früchte dem Lorbeer zugerechnet.[7]

Verbreitung & Vorkommen

Viburnum tinus ist im gesamten Mittelmeerraum verbreitet und auf den Britischen Inseln eingebürgert.

Die Pflanzen sind in Mitteleuropa bedingt winterhart (WHZ 7 bis 8a), gedeihen aber durchaus im Freiland mit Weinbauklima.

Aus derselben Gattung (Viburnum)

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