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Alpen-Aster

Aster alpinus L.

Die Alpen-Aster ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 5 bis 20 Zentimetern erreicht. Der Stängel und die länglichen Laubblätter sind flaumig behaart. Die grundständigen Blätter sind gestielt, die Stängelblätter sind sitzend.

Je Stängel ist nur ein großer körbchenförmiger Blütenstand vorhanden, der einen Durchmesser von 3 bis 5 Zentimetern hat. Das große Blütenkörbchen besteht aus einer Reihe von violetten Zungenblüten und vielen goldgelben Röhrenblüten (Scheibenblüten). Die Hüllschuppen sind lanzettlich und sitzen mehrreihig am Blütenkörbchen. Die Blütezeit reicht von Juli bis September.

Die Früchte (Achänen) sind 3 bis 4 Millimeter lang, abstehend behaart und mit rauem Schopf.

Je nach Autor gibt es einige Unterarten[3] oder Varietäten[4]:

Aster alpinus L. subsp. alpinus (Syn.: Aster garibaldii Brügger, Aster hispanicus Coincy, Aster korshinskyi Tamamsch., Aster alpinus subsp. dolomiticus (Beck) Hayek, Aster alpinus var. dolomiticus Beck): Sie ist in Eurasien weitverbreitet.[4]
Aster alpinus subsp. bohemicus (Rchb.) Dostál: Sie kommt in Tschechien vor.[3]
Aster alpinus subsp. breyninus (Beck) Hayek: Sie kommt in Österreich und in der Slowakei vor.[3]
Aster alpinus subsp. cebennensis (Braun-Blanq.) Braun-Blanq.: Sie kommt in Frankreich vor.[3]
Aster alpinus subsp. cylleneus (Boiss. & Orph.) Hayek (Syn.: Aster cylleneus (Boiss. & Orph.) Halácsy, Aster alpinus var. cylleneus Boiss. & Orph.): Sie kommt in Griechenland und in Mazedonien vor.[3]
Aster alpinus subsp. glabratus (Herbich) Dostál: Sie kommt in Tschechien und in der Slowakei vor.[3]
Aster alpinus subsp. parviceps Novopokr.: Sie kommt im östlichen europäischen Russland vor.[3]
Aster alpinus subsp. subvillosus (Schur) Dostál: Sie kommt in Tschechien und in der Slowakei vor.[3]
Aster alpinus subsp. tolmatschevii (Tamamsch.) Á.Löve & D.Löve (Aster tolmatschevii Tamamsch.): Sie kommt im nördlichen und östlichen europäischen Russland vor.[3]
Aster alpinus subsp. vierhapperi Onno (Syn.: Aster alpinus var. vierhapperi (Onno) Cronquist, Aster culminis A.Nelson): Sie ist in Nordamerika in den kanadischen Provinzen Ontario, Alberta, British Columbia, Northwest Territory sowie Yukon Territory und in den US-Bundesstaaten Alaska, Colorado, Idaho, Wyoming[4] und im östlichen Asien verbreitet.

Standort

Die Alpen-Aster bevorzugt trockene, warme und kalkhaltige Böden von der Tallage bis auf Höhenlagen von 3100 Metern. Sie ist häufig zusammen mit dem Edelweiß anzutreffen. Sie kommt vor allem in Gesellschaften der Verbände Seslerion und Elynion vor und ist überregional eine Charakterart der Klasse Carici rupestris-Kobresietea bellardii.

Im Harz gilt die Alpen-Aster als Eiszeitrelikt und kommt dort in der Gesellschaft des Astero-Festucetum pallentis vor.

Verbreitung & Vorkommen

Die Alpen-Aster ist von den Alpen, Pyrenäen, Tatra bis zum Balkan und Asien verbreitet.

Inhaltsstoffe

Sesquiterpenlactone

Aus derselben Gattung (Aster)

Alle Pflanzen der Gattung Aster

Aus derselben Familie (Korbblütler)

Alle Pflanzen der Familie Korbblütler