Die Kaiserkrone ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 50 bis 150 Zentimetern erreicht. Dieser Geophyt bildet Zwiebeln als Überdauerungsorgane aus. Die Zwiebeln verströmen einen auffallend strengen, unangenehmen Geruch, der nach Meinung vieler Hobbygärtner Wühlmäuse abschreckt. Der Stängel ist beblättert. Die einfachen Laubblätter sind lanzettlich und parallelnervig.
Oberhalb der Blüten ist ein Laubblattschopf vorhanden. Drei bis sechs (selten bis acht) Blüten bilden einen Scheinquirl. Die zwittrigen, dreizähligen Blüten sind hängend, hell- bis dunkelorange oder gelb und weisen einen Fuchsgeruch auf. Innen befindet sich eine perlmuttfarbige Nektardrüse mit einem Durchmesser von 5 Millimetern. Die sechs gleichgestaltigen Blütenhüllblätter sind 40 bis 55 (selten bis 60) Millimeter lang. Es sind sechs freie Staubblätter vorhanden. Die Bestäubung erfolgt durch Bienen.
Die Kaiserkrone ist eine häufige Zierpflanze in Rabatten und Staudenbeeten. Sie ist eine alte Gartenpflanze des Orients. In Mitteleuropa ist sie seit spätestens 1573 in Kultur. Es gibt zahlreiche Sorten mit gelben, orangen oder ziegelroten Blüten.
| Giftige Pflanzenteile | ganze Pflanze |
| Giftigstes Pflanzenteil | Wurzel oder Knolle |
| Giftstoffe | Glykoside (Glycoside), Steroid-Alkaloide |
Erste Symptome
Übelkeit, Erbrechen, Krämpfe, Blutdrucksenkung (Hypotonie)
Folgesymptome
Erbrechen, Herz-Kreislauf-Störungen, Leibschmerzen, blutiger Durchfall
Symptome bei Hautkontakt
Blutdrucksenkung (Hypotonie), Erbrechen, Krämpfe
Sofortmaßnahmen
sofort Gabe von 10g Kohle-Pulver (Kohle-Pulvis), Erbrechen lassen
Verbreitung & Vorkommen
Die Kaiserkrone kommt in der Südosttürkei, im Nordirak, im West- und Südiran, in Afghanistan, in Pakistan und im Kaschmir vor. Sie ist hier an steinigen Hängen und in Gebüschen in Höhenlagen von 1250 bis 3000 Metern zu finden.
Inhaltsstoffe
Imperialin, Fritillin, Fritillarin,
Tulipalin A
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