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Tabak ist eine Pflanze der Subtropen mit hoher Wärmebedürftigkeit und geringer Kältetoleranz. Unter 15 °C ist das Wachstum gehemmt, bei 0 °C werden die Blätter geschädigt, bei ca. 3°C sterben die Pflanzen. Für einen guten Wuchs benötigt die Tabakpflanze neben Wärme genügend Feuchtigkeit, dies sind allerdings auch die besten Voraussetzungen für die verbreiteten Krankheiten des Tabaks. Leichter Wind steht dem Pilzbefall entgegen, starker Wind und Hagel zerstören die Blätter und machen sie für die Verarbeitung unbrauchbar.
Der Genuß von Tabakblättern (Zigaretten) führt zunächst zu Brennen im Mund und kann dann zu Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen, Herz-Rhytmus-Störungen, Herzrasen, Krämpfen, Schock, kaltem Schweiß, Sehstörungen, verengten Pupillen und letztendlich zum Tod durch Atemlähmung führen.
Angeblich enthalten Ziertabak-Pflanzen weniger Nikotin als Rauchtabak Nicotiana virginiana und Nicotiana rustica.
| Giftige Pflanzenteile | ganze Pflanze |
| Giftigstes Pflanzenteil | Wurzel |
| Giftstoffe | Alkaloide |
Folgesymptome
Übelkeit, Erbrechen, Bewusstseinsstörungen, Atemlähmung, Herz-Kreislauf-Störungen, Herzrhythmusstörungen, Herzklopfen, Sehstörungen, Brennen im Mund /Rachenraum, kalter Schweiß, Magen-Darm-Störungen, Krämpfe, Schock
Symptome bei Hautkontakt
Hautreizung, Schleimhautreizung, Hautirritationen
Sofortmaßnahmen
sofort Gabe von 10g Kohle-Pulver (Kohle-Pulvis), viel Wasser trinken, Erbrechen lassen, Ruhe, Wärme (Schockvorsorge), Augenkontakt: Augen mit Spritzflasche ausspülen
Inhaltsstoffe
Die bedeutendsten sekundären Pflanzenstoffe der Nicotiana-Arten sind zu den Nikotinoiden zählende Alkaloide. In 54 aus 64 untersuchten Arten war Nikotin eines der am stärksten vertretenen Alkaloide, in 28 Arten davon sogar das Alkaloid mit der höchsten Konzentration. Nornicotin konnte in 32 der 64 untersuchten Arten festgestellt werden, nur in acht Arten war es das Hauptalkaloid, meist wenn Nikotin oder andere Alkaloide als wichtige Alkaloide fehlten. In drei Arten konnte auch Anabasin als Hauptalkaloid festgestellt werden.
An den Arten Nicotiana tabacum und Nicotiana rustica konnte nachgewiesen werden, dass mit 97 % der größte Anteil des Nikotins in den Wurzeln gebildet wird. Über das Xylem wird es in alle anderen Pflanzenteile transportiert und neben den Wurzeln auch in den jungen Blättern, Stängeln und Blüten abgelagert. Der Anteil an Nikotin in den getrockneten, unbehandelten Blättern der hauptsächlich für den Tabakanbau kultivierten Arten Nicotiana tabacum und Nicotiana rustica liegt meist zwischen 0,5 und 8 %, jedoch wurden in Nicotiana tabacum auch bis zu 10 % und in Nicotiana rustica bis zu 18 % Nikotin nachgewiesen. In den anderen Arten variiert der Gesamtanteil an Alkaloiden in den getrockneten Pflanzenteilen zwischen 0,003 % und 2,96 % in den Blättern und 0,027 % und 2,46 % in den Wurzeln. Insgesamt wurden in Tabak und Tabakrauch mehr als 1500 Inhaltsstoffe gefunden.
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