Vielblättrige Lupine
Die Vielblättrige Lupine ist eine aufrechte, ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 60 bis 150 cm erreicht. Es werden Rhizome als Überdauerungsorgane gebildet. Die Pflanzen sind meist nicht verzweigt. Die wechselständig angeordneten, gefingerten Laubblätter bestehen aus neun bis 17 lanzettlich-spitzen Blättchen, die etwa 3 bis 15 cm lang sind. Die Nebenblätter sind mit den Blattstielen verwachsen.
Der endständige, aufrechte, traubige Blütenstand ist bis zu 50 cm lang mit 50 bis 80 Blüten. Die zwittrigen Blüten sind zygomorph. Die Naturform hat blaue, selten weiße Kronblätter. Die Blütenkronblätter bilden Schiffchen, Flügel und Fahne; Die Fahne ist etwas kürzer als die Flügel. Es sind zwei Kreis mit je fünf Staubblättern vorhanden. Es ist nur ein Fruchtblatt vorhanden. Die Bestäubung erfolgt durch Hummeln und verwandte Arten. Die Blütezeit reicht von Ende Mai bis Anfang August.
Die behaarte, abgeflachte, gekrümmte Hülsenfrucht ist 2,5 bis 6 cm lang und enthält vier bis zwölf Samen. Die kugeligen Samen sind gräulich mit dunklen Flecken und etwa 3 bis 5 cm lang.
| Aussaat | Mai–Aug |
| Saatort | Vorkultur |
| Saattiefe | 1 cm |
| Pflanzung | Sep–Okt |
Beim Menschen kommen Vergiftungen durch die Samen selten vor. Sie lösen Erbrechen, Krämpfe, Lähmungen und Kreislaufstörungen aus. Auch Todesfälle wurden beschrieben.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden bitterstoff- und alkaloidarme Sorten gezüchtet, die sich als eiweißreiches Grünfutter für die Viehzucht und als Nahrung für den Menschen eignen.
| Giftige Pflanzenteile | ganze Pflanze |
| Giftigstes Pflanzenteil | Samen |
| Giftstoffe | Lektine (Lectine), Chinolizidin-Alkaloide |
Folgesymptome
Erbrechen, Atmungsstörungen, Atemlähmung, Herzrhythmusstörungen, erhöhter Speichelfluss, Schluckbeschwerden, Lähmung der Extremitätenmuskulatur
Standort
Diese neophytische (= gebietsfremde) Pflanze wächst abgesehen von Gärten bevorzugt an Böschungen von Straßen und Eisenbahnen, an Waldrändern und auf Lichtungen.
Verbreitung & Vorkommen
Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet dieser Art ist das pazifische Nordamerika von British Columbia bis Kalifornien. Dort wächst sie auf ozeanisch geprägten Bergwiesen bis in Höhenlagen von 2900 m. Das Vorkommen wurde durch den Menschen auf viele Teile Nordamerikas ausgedehnt.
Inhaltsstoffe
Die Wildformen der Lupinen sind giftig durch Chinolizidin-Alkaloide (Lupinan, 13-Hydroxilupinan, Angustifolin), Tigoloylolupanin, Albin, alpha-Isolupanin, Ammodendrin, Anagyrin, Spartein besonders in den Samen.
Vergiftungen sind wahrscheinlich auch auf die Lupinen-Lektine zurückzuführen. Zu Kulturzwecken gezüchtete Lupinen werden
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