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Der Gewöhnliche Knollenkümmel erreicht Wuchshöhen zwischen 30 und 60 Zentimetern. Der sommergrüne Knollen-Geophyt ist mehrjährig. Die kahlen Stängel sind markig und entspringen einer 3 bis 4 Zentimeter breiten, kugeligen Knolle, die tief im Boden sitzt. Ser Stängel ist aufrecht, steilrund, gerillt und im oberen Teil ästig. Die Laubblätter sind zwei- bis dreifach gefiedert und im Umriss dreieckig. Die Abschnitte sind lineal bis lanzettlich. Die unteren Blätter sind langgestielt, die oberen sitzen der am Rand weißhäutigen Blattscheide auf.

Viele Blüten stehen in einem zehn- bis zwanzigstrahligen doppeldoldigen Blütenstand zusammen. Hülle und Hüllchen sind drei- bis sieben-, selten bis zwanzigblättrig. Die Hüllchenblätter sind zur Fruchtzeit meist erheblich kürzer als die Fruchtstiele. Die Blütenkronblätter sind weiß und erhalten beim Trocknen einen dunklen Mittelstreifen. Sie sind tief ausgerandet. Das außenstehende Kronblatt ist etwas größer als die anderen. Es ist etwa 1,5 Millimeter land und fast 2 Millimeter breit. Die Einzelfrucht in bei einer Länge 3 und 4,5 Millimetern länglich. Sie ist bei der Reife schwarzbraun mit hellen Rippen.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 20 oder 22.

Verwendung in der Küche

Der Echte Knollenkümmel wird manchmal als Ackerwildkraut bezeichnet. Die Knolle kann sowohl roh als auch gekocht als Gemüse verspeist werden.[3] Die Blätter können ähnlich wie Petersilie verwendet werden. In Indien, Persien, Afghanistan und Tadschikistan wird er als Gewürzpflanze genutzt. Trivialnamen sind auf Hindi ???? ???? k?l? j?r? („Schwarzer Kümmel“) oder shahi jeera („Schah-Kümmel“) und auf persisch ???? ???? zireh kuhi („Wilder Kümmel“). Er wird im Sahih al-Buchari als Heilpflanze erwähnt.

Standort

Er gedeiht auf sommerwarmen, mäßig trockenen, nährstoff- und basenreichen, meist kalkhaltigen Lehm- oder Tonböden. Er ist ein Tonzeiger und eine Charakterart des Adonido-Iberidetum amarae aus dem Caucalidion-Verband.

Verbreitung & Vorkommen

Der Gewöhnliche Knollenkümmel ist von Europa bis nach Indien verbreitet.
In Deutschland ist er regional gefährdet. Er bevorzugt sonnige bis halbschattige Standorte.

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