Das Wald-Reitgras ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 60 bis 120 Zentimeter erreicht. Es bildet lockere Horste mit kurzkriechender Grundachse und sehr kurzen Ausläufern. Die aufrechten Halme sind höchstens am oberen Ende schwach rau. Die dunkelgrünen Blattspreiten sind 4 bis 7 Millimeter breit, mit kurzer Behaarung auf der Oberseite, auf der Unterseite glänzend. Am Blattgrund finden sich Haarbüschel, die Blatthäutchen sind unter 2 Millimeter lang.
Die Blütezeit reicht von Juni bis Juli. Die kurzverzweigte Rispe mit zahlreichen Ährchen erscheint schmal und länglich; ihre aufrechten Äste legen sich nach der Blüte an die Hauptachse an. Die Ährchenachse ist behaart. Die lanzettlichen Ährchen sind 5 bis 6 Millimeter lang, haben eine blassgrüne Farbe und sind zuweilen violett gescheckt; der Haarkranz erreicht kaum 1 Millimeter. Auf dem Rücken der Deckspelze entspringt eine etwa 7 Millimeter lange, gekniete Granne, welche die Hüllspelze um etwa 3 Millimeter überragt.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 28.
Standort
Es bevorzugt warme, nur schwach feuchte, mineralreiche aber kalkarme, steinige Böden. Es kommt vor allem im Luzulo-Fagetum vor, aber auch in Gesellschaften der Verbände Carpinion, Quercion roboris, Epilobion angustifolii oder an der Waldgrenze im Sorbo-Calamagrostietum des Verbands Calamagrostion arundinaceae.
Verbreitung & Vorkommen
Das Wald-Reitgras ist in der gemäßigten Zone Eurasiens häufig und kommt außerdem in Neuguinea vor. Lediglich im Tiefland selten, reicht seine Verbreitung vom Gebirgsland bis in die Voralpen.
Das Wald-Reitgras ist in schattigen Laubwäldern zu finden, aber auch massenhaft auf Waldschlägen, an der Waldgrenze und auf Hochstaudenfluren.
Aus derselben Gattung (Calamagrostis)
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