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Haferwurzel

Tragopogon porrifolius

Vegetative Merkmale

Die Haferwurzel ist eine ein- bis zweijährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 60 bis 120 Zentimetern erreicht. Die Stengel sind meist unverzweigt und die Blätter schmal (porrifolius = lauchblättrig). Sie bildet bis zu 30 Zentimeter lange Pfahlwurzeln und enthält Milchsaft. Wie bei anderen Tragopogonarten unterliegt die Haferwurzel einer circadianen Rhythmik, tagesperiodische Bewegungen, die Blüten öffnen sich bei ihr am Morgen und schließen sich um die Mittagszeit.
Generative Merkmale

Die Blütezeit reicht Juni und Juli. Die Stängel tragen meist mehrere Blütenkörbe. Die Korbstiele sind gegen den Korb zu stark verdickt. Die Hüllblätter überragen die Zungenblüten meist. Die Zungenblüten sind trüb-purpurfarben bis purpurlila.

Die Früchte sind Achänen; inklusive Schnabel 40 bis 55 Millimeter lang. Sie bilden einen Pappus.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 12.

Verwendung in der Küche

Die Haferwurzel wird vorwiegend als Wurzelgemüse verwendet, aber auch die Blätter lassen sich als Salat oder Spinat zubereiten. Die süßlich schmeckende, milchhaltige Wurzel, deren Geschmack an Austern erinnert, ist sehr nahrhaft, was auch ein alemannisches Sprichwort besagt: „Habermark macht'd Bube stark“.

Die Pfahlwurzeln werden im Herbst des ersten Jahres geerntet. Sie können über den Winter eingemietet werden.

Verbreitung & Vorkommen

Die Haferwurzel ist mit ihrer Wildform Tragopogon porrifolius subsp. australis im Mittelmeerraum heimisch. In Mitteleuropa wird die Kulturform Tragopogon porrifolius subsp. sativus (Jord.) Nyman angebaut und kommt sehr selten verwildert vor (Burgenland, Wien, Oberösterreich).

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