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Alle Wisteria-Arten sind robuste, stark wachsende, verholzende Kletterpflanzen (Lianen). Im Winter friert nur das junge Holz ein wenig zurück. Je nach Art können Wuchshöhen bis über 30 m (Wisteria sinensis) erreicht werden. Blauregen blüht zumeist zweimal jährlich, wobei die ersten Blüten im Frühjahr noch vor den Blättern erscheinen. Ein zweiter Blütenschub folgt im Juli/August. Die wechselständigen Laubblätter sind unpaarig gefiedert. Die Fiederblättchen sind ganzrandig. Meist sind kleine Nebenblätter vorhanden.

Es werden endständige, auffällige, große, hängende traubige Blütenstände gebildet mit früh abfallenden Hochblättern. Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und fünfzählig. Die zwei oberen Kelchblätter sind kürzer und teilweise verwachsen, die drei oberen sind länger. Die fünf Kronblätter sind blau oder weiß. Die zwei Flügel sind nicht mit dem Schiffchen verwachsen. Der Griffel ist glatt. Es werden Hülsenfrüchte gebildet.

Wisterien wachsen in sonniger Lage und wasserdurchlässigen Boden sehr schnell und neigen dazu, mit ihren Haupttrieben jedes Rankgerüst zu überwachsen. Geeignet sind deshalb freistehende, solide verankerte und stark gebaute Rankgerüste, die das Gewicht des Blauregens auch nach Jahren noch tragen können. Die Stabilität eines Gerüstes, das direkt an der Hauswand befestigt ist, muss jährlich kontrolliert werden. Blauregen ist aufgrund seiner Wuchskraft in der Lage, die Bausubstanz eines Hauses zu schädigen, indem er beispielsweise Dachziegel verschiebt, Regenfallrohre einschnürt, Stäbe von Geländern verbiegt und Rankseile durch Umschlingung aus der Verankerung reißt. Statt Seilen sollen deshalb Stäbe verwendet werden, die einen Abstand von 1,5 m von Fassadenteilen halten, die nicht überwachsen werden sollen. [1]

Giftige Pflanzenteileganze Pflanze
Giftigstes PflanzenteilSamen, Wurzel, Hülse
GiftstoffeAlkaloide

Folgesymptome

Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Schläfrigkeit, Magen-Darm-Störungen, Magenreizung

Sofortmaßnahmen

sofort Gabe von 10g Kohle-Pulver (Kohle-Pulvis), viel Wasser trinken

Inhaltsstoffe

In allen Teilen der Pflanze werden Alkaloide gefunden. In den Samen und Hülsen ist hauptsächlich Lektin und ein noch nicht näher bekannter Wirkstoff, in Rinde und Wurzeln Wistarin enthalten.

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