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Bischofskraut

Ammi visnaga

Vegetative Merkmale

Das Bischofskraut wächst als ein- bis zweijährige krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von bis zu einem Meter. Die unteren Blätter sind einfach gefiedert, die anderen sind zwei- bis dreifach gefiedert. Die Blattzipfel letzter Ordnung sind linealisch oder fadenförmig.

Generative Merkmale

Im doppeldoldigen Blütenstand stehen bis zu 150 Doldenstrahlen mit vielen Blüten zusammen. Die Doldenstrahlen sind zur Anthese abstehend, später richten sie sich auf, verdicken und festigen sich. Die ein- bis zweifach fiederschnittigen Hüllblätter sind mindestens so lang wie die Doldenstrahlen. Die Hüllchenblätter sind fadenförmig.

Die zwittrigen Blüten sind fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die Kelchzähne sind winzig. Die fünf Kronblätter sind weiß. Der Griffel ist 0,6 bis 1 Millimeter lang.

Die Früchte sind 2 bis 2,5 Millimeter lang.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 20.

Verwendung in der Heilkunde

Ammi visnaga wurde bereits von den alten Ägyptern als Heilpflanze eingesetzt, später geriet sie in Vergessenheit. Die Früchte von Ammi visnaga (Fructus Ammi visnagae) enthalten pharmakologisch aktive Inhaltsstoffe wie phototoxische Furanocumarine (Khellin), das herzwirksame Glykosid Khellinin, Flavonoide und Pyranocumarine (Visnadin).

Durch eine Erweiterung der Herzkranzgefäße und einer daraus resultierenden besseren Durchblutung des Herzmuskels verleiht das Visnadin den Pflanzenextrakten eine positive Wirkung. Es stellt sich eine positiv inotrope sowie krampflösende Wirkung ein. Daher eignet sich Ammi visnaga zur Behandlung der Angina pectoris und von Koliken.

Verbreitung & Vorkommen

Ammi visnaga ist hauptsächlich im Mittelmeerraum, in Nordafrika, im Kaukasusraum und in Westasien natürlich verbreitet. Es gibt Fundortangaben für Spanien, Portugal, Frankreich, Italien, Albanien, Griechenland, die Türkei, Syrien, Zypern, Iran, Irak, Israel, Libanon, Algerien, Libyen, Marokko, Tunesien, Armenien, Aserbaidschan und Georgien.

Sie ist beispielsweise in Mittel- sowie Südamerika, auf den Karibischen Inseln, auf dem Indischen Subkontinent, Korea und Ost- sowie Mitteleuropa ein Neophyt.

Aus derselben Gattung (Ammi)

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Aus derselben Familie (Doldenblütler)

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