Der Alpen-Mannsschild (Androsace alpina), auch Gletscher-Mannsschild, ist eine Pflanzenart, die zur Gattung Mannsschild (Androsace) in der Familie der Primelgewächse (Primulaceae) gehört.
Der Alpen-Mannsschild wächst als ausdauernde krautige Pflanze und bildet einen 1 bis 3 Zentimeter hohen, lockeren Rasen oder flache Polster. Die Pflanzenteile sind mit den zwei- bis achtstrahligen Sternhaaren überzogen. Die in Rosetten angeordneten Laubblätter sind bei einer Länge von 3 bis 6 Millimeter länglich-eiförmig bis lanzettlich und nur am Rand, Spitze und Unterseite behaart.
Die einzelnen Blüten sind kurz gestielt und überragen die Blätter kaum oder nur wenig. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Der Kelch ist bis zur Mitte geteilt, mit schmal lanzettlichen Zipfeln. Die Krone besitzt einen Durchmesser von 7 bis 8 Millimeter und ist rosafarben oder weiß aber in jedem Fall mit gelbem Schlundring.
Die Blütezeit reicht von Juni bis August.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 40.
Standort
Als Standort bevorzugt diese kalkmeidende Pflanze feuchte, lange mit Schnee bedeckte Böden, Schutt und Fels. Er gedeiht in Höhenlagen zwischen 2.200 und 4.200 Meter und gehört somit zu den zehn am höchsten steigenden Alpenpflanzen. Der Alpen-Mannsschild ist namensgebend für die Alpenmannsschildhalde. Er ist eine Charakterart des Androsacetum alpinae aus dem Verband Androsacion alpinae.
Verbreitung & Vorkommen
Der Alpen-Mannsschild ist ein Endemit der Alpen, insbesondere in den Silikatketten. Das Verbreitungsgebiet umfasst das Areal von der Dauphiné bis Kärnten und die Steiermark. Er fehlt in Bayern. In Österreich kommt er zerstreut bis selten in den Bundesländern Steiermark, Kärnten, Salzburg, Tirol, Vorarlberg (Oberösterreich ungeklärt) vor.
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