Vegetative Merkmale
Der Röhrige Gelbstern ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 10 bis 15 Zentimetern erreicht. Dieser Geophyt bildet zwei von einer gemeinsamen Haut umschlossene Zwiebeln als Überdauerungsorgane aus. Die Stängel sind einzeln, aufrecht, kahl, unverzweigt und beblättert. Die meist zwei Grundblätter sind zottig behaart, 2 bis 3 mm breit, linealisch, röhrig und im Querschnitt fast rund. Die zwei Stängelblätter sind fast gegenständig, breit-lanzettlich, spitz und kahl.
Generative Merkmale
Die Blütezeit reicht von März bis Juli. Die zwei Tragblätter sind groß, blattartig und spitz. Die Blütenstiele sind mehr oder weniger behaart. Je Blütenstand sind ein bis fünf Blüten vorhanden. Die zwittrigen Blüten sind sternförmig und dreizählig. Die sechs gleichgestaltigen, gelben Blütenhüllblätter sind elliptisch-lanzettlich und stumpf. Die sechs Staubblätter sind etwa halb so lang wie die Blütenhülle.
Die Kapselfrucht ist dünnwandig und dreikantig.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = ca. 80.
Standort
Er gedeiht in Höhenlagen von 1200 bis 2800 Metern auf feuchten, nährstoffreichen und meist kalkarmen Böden auf Bergwiesen. Er kommt gern in Gesellschaften des Verbands Poion alpinae oder Rumicion alpini, auch im Trisetetum flavescentis vor.
Verbreitung & Vorkommen
Das Verbreitungsgebiet des Röhrigen Gelbsterns reicht von Österreich und der Schweiz, Frankreich (inklusive Korsika) und Spanien bis Bulgarien, Griechenland, Italien (inklusive Sizilien) und Rumänien, sowie von der Türkei über den Iran, Irak, Libanon und Syrien bis Israel, sowie von Russland und Kirgisistan bis China.
In Deutschland kommt der Röhrige Gelbstern nur in den Allgäuer Alpen im Rappenalptal vor.
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