Ranunculus pyrenaeus ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die meist Wuchshöhen von 5 bis 15 Zentimeter erreicht. Die Blätter sind ganzrandig. Die Grundblätter sind unzerteilt. Ihre Blattspreite ist linealisch bis lanzettlich, grasartig und kahl. Die Stängelblätter sind nicht stängelumfassend. Die ein- bis dreiblütige Pflanze hat unbehaarte Blütenstiele. Die Blütezeit reicht von Mai bis Juli.
Der Pyrenäen-Hahnenfuß kommt diploid und tetraploid vor, seine Chromosomenzahl ist daher 2n= 16 oder 32.
Der gleichartige Ranunculus kuepferi Greuter & Burdet (Syn. Ranunculus pyrenaeus subsp. plantagineus (All.) Rouy & Fouc.), eine robustere, bis zehnblütige Pflanze mit Wuchshöhe von 5 bis 30 (manchmal 40) Zentimeter, hat breitere Blätter und öfter verzweigte Stängel mit oberwärts behaarten Blütenstielen.
Der Pyrenäen-Hahnenfuß wird selten als Zierpflanze für Steingärten genutzt. Die Art ist mindestens seit 1807 in Kultur.[1]
| Giftige Pflanzenteile | ganze Pflanze |
| Giftstoffe | Glykoside (Glycoside), Protoanemonin |
Erste Symptome
Erbrechen, Brennen im Mund /Rachenraum
Folgesymptome
Durchfall, Bauchschmerzen, Schwindel, Atmungsstörungen, Gliederschmerzen, Leibschmerzen, Schmerzen, Konvulsionen (Schüttelkrampf), narkotische Wirkung, Muskelzuckungen
Symptome bei Hautkontakt
Blasenbildung, Hautreizung, Rötung, Schleimhautreizung, Brennen auf der Haut, Kontaktdermatitis, Augenreizung, Hautirritationen
Sofortmaßnahmen
sofort Gabe von 10g Kohle-Pulver (Kohle-Pulvis), Erbrechen lassen, Gabe von Natriumsulfat (= Glaubersalz = Schwefelsaures Natron): ein Esslöffel auf 250ml Wasser, Ruhe, Wärme (Schockvorsorge), viel warmen Tee trinken, Haut-Schleimhautkontakt: Haut mit Wasser spülen, Haut-Schleimhautkontakt: Blasen steril abdecken
Standort
feuchte Rasen
Verbreitung & Vorkommen
Ranunculus pyrenaeus kommt in Frankreich und Spanien, in den Pyrenäen auf feuchten Rasen vor.
Ranunculus kuepferi findet man auf Korsika und in den Alpen auf gleichartigen Standorten.
Inhaltsstoffe
Protoanemonin (auch Anemonol oder Ranunculol). Protoanemonin ist ein Lacton der Hydroxy-penta-2,4-diensäure, welches in unterschiedliche Konzentration als Toxin in allen Hahnenfußgewächsen vorkommt.
Es wandelt sich beim Trocknen in das weniger giftige Anemonin um.
Aus derselben Gattung (Ranunculus)
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