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Rote Österreich-Bärenklau

Heracleum austriacum subsp. siifolium

Die Rote Österreichische Bärenklau wächst als ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 10 bis 50 Zentimeter, selten bis zu 90 Zentimeter. Der Stängel hat am Grund einen Durchmesser von nur 3 bis 4 Millimeter und ist schwach gefurcht. Die Laubblätter sind fünf- bis siebenzählig gefiedert. Die seitlichen Fiedern sind eiförmig bis ei-lanzettlich. Die Blattpaare stehen in ein bis drei entfernten Fiederpaaren. Die Rote Österreich-Bärenklau, oder Merk-Bärenklau (Heracleum austriacum subsp. siifolium (Scop.) Nyman) hat rosa oder rote Kronblätter. Die äußeren sind 6 bis 10 Millimeter lang. Die beiden Zipfel sind 1,8 bis 3,5 Millimeter breit. Sie hat sechs bis zehn Doldenstrahlen. Auffallend ist, dass die nach außen gerichteten Blütenhüllblätter stark vergrößert sind (etwa wie bei der Breitsame (Orlaya)). Die Frucht ist flach, rundlich und etwa 8 mm lang.

Die Blütezeit reicht von Juli und August.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 22.

Standort

Man findet sie vornehmlich in der subalpinen Vegetationszone. Dort wächst sie in Rost-Seggerasen (Caricetum ferrugineae), Gras- und Hochstaudenfluren sowie lichten Gebüschen auf kalkhaltigen, frischen und humosen Steinschuttböden.

Verbreitung & Vorkommen

Es handelt sich um ein ostalpines Florenelement. In Österreich ist die Österreichische Bärenklau häufig bis selten. Besonders bemerkenswert ist die Verbreitung in der Schweiz, wo diese Art nur gerade in der Gegend des Napf im Emmental vorkommt und somit um hunderte Kilometer von der nächsten Population getrennt wächst. Sie ist ein Endemit der Südostalpen: sie kommt in Südkärnten (besonders Karawanken) sowie in Nordslowenien und im nordöstlichen Italien vor.

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