Diese Waldpflanze lichter Wälder wird 30 bis 90 cm groß.
Die Blätter sind grob gezahnt und haben tief gelappte Ränder. Die Blattnerven der Blattunterseite sind behaart. Jeder Stängel hat entweder drei Blätter, die sich in der Nähe der Oberseite verzweigen, oder er hat drei zusammengesetzte Blätter und einen aufrechten Blütenstiel von einem Punkt des Hauptstamms.
Die Pflanzen haben einen bis mehrere doppelt verzweigte Stängel, die Blütentrauben mit 3 bis 5 blütenblattartige verkehrt eiförmige Kelchblätter tragen und nach der Blütezeit bestehen bleiben. Die Blütenblätter fallen nach der Blüte ab. Sie sind an der Basis krallenförmig und 2,5 bis 4 mm lang (0,10 bis 0,16 Zoll) und besitzen einen spatelförmigen bis verkehrt eiförmigen Umriss. Die Blüten haben zahlreiche Staubblätter und sie sind weiß gefärbt.
Nach der Blüte werden grüne Beeren gebildet. Die Früchte sind ellipsoide Beeren mit mehreren Samenkörnern. Die Beeren besitzen einen schwarzen Punkt.
Im mittleren bis späten Sommer werden die Beeren hellrot oder weiß bei der Sorte Actaea rubra forma neglecta. Auch die weßen Beeren haben einen schwarzen Punkt.
Verwendung in der Heilkunde
Die Wurzel dieser Art wurde als Alternative zur Traubensilberkerze (Syn. Actaea racemosa, Cimicifuga racemosa) eingesetzt.
Diese Pflanze wird in schattigen Gärten wegen ihrer attraktiven Beeren und des aufrechten Büschelformats gehalten.
Alle Teile der Pflanze sind giftig.
In Nordamerika, wo die Pflanze heimisch ist, wurden keine Fälle schwerer Vergiftungen oder Todesfälle gemeldet, aber angeblich wurden Kinder von ihrem europäischen Verwandten Actaea spicata tödlich vergiftet. Die Giftigkeit ist allerding auch schwer umstritten. Es wird behauptet auch der Genuss der Früchte auch nur unerhebliche Folgen haben kann. Eine versehentliche Vergiftung ist zudem unwahrscheinlich, da die Beeren extrem bitter schmecken.
Die Beere ist der giftigste Teil der Pflanze. Für eine deutliche Vergiftung eines Erwachsenen reichen angeblich bereits sechs Beeren. Die Einnahme der Beeren verursacht Übelkeit, Schwindel, erhöhten Puls und schwere gastrointestinale Beschwerden. Die Toxine können dämpfend auf das Herzmuskelgewebe wirken, was zu Herzstillstand führen kann. Nur zwei Beeren können angeblich für ein Kind tödlich sein.
| Giftige Pflanzenteile | ganze Pflanze |
| Giftigstes Pflanzenteil | Beere, Wurzel oder Knolle |
| Giftstoffe | Glykoside (Glycoside), Isochinolin-Alkaloide, Phytosterine |
Erste Symptome
Übelkeit
Folgesymptome
Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen, Schwindel, Mundtrockenheit, Sehstörungen, Magen-Darm-Störungen, Krämpfe, Koliken, Sprachstörungen, Schluckbeschwerden, erhöhter Harndrang
Sofortmaßnahmen
sofort Gabe von 10g Kohle-Pulver (Kohle-Pulvis), Gabe von Natriumsulfat (= Glaubersalz = Schwefelsaures Natron): ein Esslöffel auf 250ml Wasser
Standort
Diese Pflanze wird in schattigen Gärten wegen ihrer attraktiven Beeren und des aufrechten Büschelformats angepflanzt.
Verbreitung & Vorkommen
Sie wachsen in schattigen Gebieten mit feuchten bis nassen Böden, offenem Wald oder trockenen Hängen. In Alaska reicht es von der Kenai-Halbinsel über Kodiak Island, Bristol Bay und den Yukon River hinauf.
Inhaltsstoffe
Die Wurzeln enthalten das Glycosid β-Sitosterol.
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