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Weißfrüchtiges Christophskraut

Actaea rubra forma neglecta
Garten Giftpflanze Giftig ⚠️

Diese Waldpflanze lichter Wälder wird 30 bis 90 cm groß.

Die Blätter sind grob gezahnt und haben tief gelappte Ränder. Die Blattnerven der Blattunterseite sind behaart. Jeder Stängel hat entweder drei Blätter, die sich in der Nähe der Oberseite verzweigen, oder er hat drei zusammengesetzte Blätter und einen aufrechten Blütenstiel von einem Punkt des Hauptstamms.

Die Pflanzen haben einen bis mehrere doppelt verzweigte Stängel, die Blütentrauben mit 3 bis 5 blütenblattartige verkehrt eiförmige Kelchblätter tragen und nach der Blütezeit bestehen bleiben. Die Blütenblätter fallen nach der Blüte ab. Sie sind an der Basis krallenförmig und 2,5 bis 4 mm lang (0,10 bis 0,16 Zoll) und besitzen einen spatelförmigen bis verkehrt eiförmigen Umriss. Die Blüten haben zahlreiche Staubblätter und sie sind weiß gefärbt.
Nach der Blüte werden grüne Beeren gebildet. Die Früchte sind ellipsoide Beeren mit mehreren Samenkörnern. Die Beeren besitzen einen schwarzen Punkt. Im mittleren bis späten Sommer werden die Beeren weiß. Bei der Stammform Actaea rubra sind die Beeren rot. Die weißen Beeren haben einen schwarzen Punkt (Griffelansatz).

Verwendung in der Heilkunde

Die Wurzel dieser Art wurde als Alternative zur Traubensilberkerze (Syn. Actaea racemosa, Cimicifuga racemosa) eingesetzt.

Diese Pflanze wird in schattigen Gärten wegen ihrer attraktiven Beeren und des aufrechten Büschelformats gehalten.

Alle Teile der Pflanze sind giftig.
In Nordamerika, wo die Pflanze heimisch ist, wurden keine Fälle schwerer Vergiftungen oder Todesfälle gemeldet, aber angeblich wurden Kinder von ihrem europäischen Verwandten A. spicata tödlich vergiftet. Die Giftigkeit ist allerding auch sehr umstritten. Es wird auch behauptet dass der Genuss der Früchte nur unerhebliche Folgen haben kann. Eine versehentliche Vergiftung ist zudem unwahrscheinlich, da die Beeren extrem bitter schmecken.
Die Beere ist der giftigste Teil der Pflanze. Für eine deutliche Vergiftung eines Erwachsenen reichen angeblich bereits sechs Beeren. Die Einnahme der Beeren verursacht Übelkeit, Schwindel, erhöhten Puls und schwere gastrointestinale Beschwerden. Die Toxine können dämpfend auf das Herzmuskelgewebe wirken, was zu Herzstillstand führen kann. Nur zwei Beeren können angeblich für ein Kind tödlich sein.

Giftige PflanzenteileBeere, ganze Pflanze
GiftstoffeGlykoside (Glycoside), Isochinolin-Alkaloide

Folgesymptome

Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen, Schwindel, Bewusstseinsstörungen, Atemlähmung, Herz-Kreislauf-Störungen, Sehstörungen, Magen-Darm-Störungen, Krämpfe, Koliken, Sprachstörungen, erhöhter Harndrang, Atemnot

Symptome bei Hautkontakt

Hautirritationen, Kontaktdermatitis

Sofortmaßnahmen

sofort Gabe von 10g Kohle-Pulver (Kohle-Pulvis), Gabe von Natriumsulfat (= Glaubersalz = Schwefelsaures Natron): ein Esslöffel auf 250ml Wasser

Standort

Diese Pflanze wird in schattigen Gärten wegen ihrer attraktiven Beeren und des aufrechten Büschelformats angepflanzt.

Verbreitung & Vorkommen

Sie wachsen in schattigen Gebieten mit feuchten bis nassen Böden, offenem Wald oder trockenen Hängen. In Alaska reicht es von der Kenai-Halbinsel über Kodiak Island, Bristol Bay und den Yukon River hinauf.

Inhaltsstoffe

Die Wurzeln enthalten das Glycosid β-Sitosterol. Vermutlich handelt es sich auch um Magnoflorin als Giftstoff.

Aus derselben Gattung (Actaea)

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Aus derselben Familie (Hahnenfußgewächse)

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