Kapuzinerkresse
Die Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus) ist eine in ihrer peruanischen Heimat mehrjährige, weitkriechende und gelegentlich kletternde, krautige Pflanze. Hierzulande wird sie einjährig kultiviert, da sie stark frostempfindlich ist.
Die Große Kapuzinerkresse bildet niederliegende, fleischige Stängel und wird etwa 15 bis 30 Zentimeter hoch. Findet sie eine geeignete Unterlage, kann sie als Blattstielranker drei Meter hoch klettern. Die Blätter sind schildförmig, ganzrandig, die Blattspreite ist rund bis leicht nierenförmig mit einem Durchmesser von drei bis zehn (gelegentlich bis 17) Zentimeter. Vom Blattstiel, der in der Blattmitte ansetzt, gehen neun Blattadern aus.
Die Blüten sitzen in den Blattachseln einzeln an einem sechs bis 13 Zentimeter langen Blütenstiel. Sie messen drei bis sechs Zentimeter und sind gelb, orange oder rot, häufig mit dunkleren Flecken. Die fünf Kelchblätter sind lanzettlich und bis zwei Zentimeter lang. Der wenig gekrümmte Sporn misst etwa drei Zentimeter. Die beiden oberen Blütenblätter sind ganzrandig, die unteren drei weisen am Übergang von der schmalen Basis zum breiten Vorderteil des Blütenblatts Fransen auf. Die acht Staubblätter sind ungleich geformt und nicht miteinander verwachsen. Der aus drei Fruchtblättern zusammengesetzte Fruchtknoten trägt einen Griffel, der in einer dreigeteilten Narbe endet. Die Frucht zerfällt bei der Reife in drei einsamige Teilfrüchte.
Verwendung in der Heilkunde
Kapuzinerkresse findet Verwendung in der Pflanzenheilkunde, da sie u. a. Senfölglykoside enthält, die eine breite antibakterielle Wirkung haben. Kapuzinerkresse sagt man aufgrund ihres hohen Vitamin-C-Gehalts in frischen Blättern und Blüten von 285 mg pro 100 g eine allgemein abwehrsteigernde Wirkung nach. Nachdem sie der Holländer Bewerding 1684 nach Europa gebracht hatte wurde sie in Klostergärten gehalten und als Heilmittel gegen die Vitamin-C-Mangelkrankheit Skorbut geschätzt. Trocknen ist nicht möglich, die Kapuzinerkresse muss frisch verzehrt werden.
Verwendung in der Küche
Blätter, Knospen, Blüten und Samen sind essbar und erinnern mit ihrem leicht pfeffrigen Geschmack an Brunnenkresse. Knospen und unreife Samen können als Gewürz verwendet werden, mariniert oder in Essig eingelegt werden sie wie Kapern verwendet. Blätter und Blüten werden meist als Salat angerichtet.
magerer Boden -> viele Blüten.
humöser Boden -> große Blätter.
Die Kapuzinerkresse braucht wenig bis keinen Dünger.
Es ist möglich, die Pflanze im Kübel zu überwintern, da sie in ihrer Heimat mehrjährig ist.
| Aussaat | Apr–Mai |
| Saatort | Direktsaat |
| Saattiefe | 4 cm |
| Wasserbedarf | normal |
Gute Nachbarn
Schlechte Nachbarn
Inhaltsstoffe
Senfölglykoside, Vitamin C Gehalt in frischen Blättern und Blüten: 285mg pro 100g
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