Die Rasen-Segge wächst ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 15 bis 60 Zentimetern. Sie bildet ohne verlängerte Ausläufer dichte Horste. Die Stängel sind schlank, dünn und scharf dreikantig. Die Laubblätter sind 2 bis 3 mm breit, hellgrün und starr. Sie sind gleich lang wie der Stängel. Das Blatthäutchen ist deutlich höher als breit. Die grundständigen Scheiden sind purpurrot, spreitenlos und zerfasern feinmaschig-netzartig.
Die Blütezeit reicht von April bis Mai. Es gibt ein männliches Ährchen. Von den ein bis drei weiblichen Ährchen ist das unterste 1 bis 2 Zentimeter lang und kurz gestielt, das oberste ist sitzend. Die Tragblätter der weiblichen Blüten sind schwarz mit einem rotbraunen Mittelstreifen und maximal zugespitzt. Der Griffel trägt zwei Narben.
Die kahle Frucht ist bei einem Durchmesser von 2 Millimetern rundlich, zeigt keine Adern und ist ungeschnäbelt.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 78 oder 80.
Standort
Die Pflanze gedeiht in Mitteleuropa in nassen Flachmoorwiesen und Erlenbrüchen auf basenreichen, aber kalkfreien Torfböden.
Verbreitung & Vorkommen
Die Rasen-Segge ist in den gemäßigten Zonen Eurasiens verbreitet. Sie ist ein submeridional-montanes bis boreales, kontinentales Florenelement. In Deutschland kommt sie zerstreut im Norden, Osten und Süden vor und besiedelt maximal die submontane Höhenstufe bis in Höhenlagen von 1000 Metern. Sie ist eine Charakterart des Caricetum cespitosae aus dem Verband Magnocaricion, kommt aber auch in Gesellschaften der Verbände Caricion lasiocarpae oder Alnion vor.
Aus derselben Gattung (Carex)
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