Die Stumpfe Segge ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 5 bis 30 Zentimetern erreicht. Aus dem Rhizom treiben Ausläufer, die meist mehr als 2 cm lang werden, und die im Extremfall sogar 5 cm Länge übertreffen können. Die Niederblätter an den Ausläufern sind auffällig schwarzrot. Der Stängel ist dünn, aufrecht, deutlich dreikantig, unter dem Blütenstand rau und so lang oder wenig länger als die Blätter. Die Laubblätter sind etwa 1 bis 1,5 mm breit, flach, und meist glatt.
Die Blütezeit reicht von April bis Mai. Sie besitzt ein einziges, bis 1,5 cm langes, endständiges Ährchen. Die Schläuche sind fast immer verkümmert und untypisch. Im gut ausgebildeten Zustand sind sie 2,5 bis 3,5 mm lang, braun, intensiv glänzend und plötzlich in den kurzen Schnabel zusammengezogen. Es sind drei Narben vorhanden.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 52.
Standort
Die Stumpfe Segge gedeiht am besten auf sehr lockeren, trockenen, feinsandigen Böden. Sie wächst in lockeren Rasen.
Verbreitung & Vorkommen
Ihr Hauptverbreitungsgebiet liegt in den gemäßigten arktischen Gebieten der Nordhalbkugel. Fundorte außerhalb Europas sind in Kanada und den Vereinigten Staaten bekannt. In Europa gibt es noch größere Vorkommen in Schweden (einschließlich der Insel Öland) und in Russland. In Norwegen und in Finnland fehlt sie. Die Stumpfe Segge gilt in Mitteleuropa wohl zu Recht als eine nordische Reliktpflanze aus den Vereisungsperioden der Eiszeit. Die Stumpfe Segge ist in Mitteleuropa gefährdet. Die Stumpfe Segge erreicht in Brandenburg den südwestlichsten Punkt ihres Vorkommens.
Aus derselben Gattung (Carex)
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