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Quirlblättriger Kümmel

Carum verticillatum

Der Quirlblättrige Kümmel wächst als ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 30 bis 60 Zentimetern erreicht. Der Stängel ist kaum verzweigt und trägt am Grund einen Faserschopf. Die fleischigen, verdickten Wurzeln sind „gebüschelt“. Die Grundblätter sind einfach gefiedert, im Umriss zylindrisch, mit 25 bis 30 Paar quirlig angeordneten, sehr fein zerteilten Fiedern. Die Blattscheide der Stängelblätter trägt keine Fiederpaare.

Die Blütezeit reicht von Juli bis August. Der doppeldoldige Blütenstand ist bis zu zwölfstrahlig. Hülle und Hüllchen sind vielblättrig. Die Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig.

Die Doppelachäne ist 2,5 bis 4 Millimeter lang und deutlich gerippt.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 20.

Standort

Der Quirlblättrige Kümmel gedeiht am besten auf zeitweise feuchten, ja nassen, moorigen, torfig-sandigen oder tonigen Böden in Lagen mit dauernd hoher Luftfeuchtigkeit und mildem Klima. Er ist kalkmeidend und besiedelt wechselnasse, moorige Wiesen. Es ist eine Charakterart des Caro-Juncetum acutiflori aus dem Juncion acutiflori-Verband.

Verbreitung & Vorkommen

In Mitteleuropa kommt der Quirlblättrige Kümmel in Holland, Belgien und im Elsass vor; dort und in den Dombes nördlich von Lyon ist die Ostgrenze seines Verbreitungsgebietes. Früher kam er auch in Deutschland am Ober- und am Niederrhein vor; auf eine Wiedereinbürgerung kann man dort aber kaum hoffen. Das gesamte Verbreitungsgebiet umfasst die Länder Marokko, Portugal, Spanien, Andorra, Frankreich, Großbritannien, Irland, Belgien, die Niederlande, Kroatien und Deutschland.

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