Alpen-Waldrebe
Die Alpen-Waldrebe (Clematis alpina) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Waldreben (Clematis) in der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae).
Die Alpen-Waldrebe ist ein 30 bis 300 cm langer, kriechender oder klettender Schlingstrauch. Die Blätter sind hellgrün und 3schnittig und sitzen an verholzten, rankenden Ästen. Auch die Blattstiele sind rankend. Die leuchtend blau-violetten Blüten erscheinen von Mai bis August und werden ca. 2,5 bis 4 cm groß.
Die Alpen-Waldrebe wächst gerne auf kalkhaltigen Böden und bevorzugt Gebüsche, Waldränder, Schluchten aber auch Fels.
Protoanemonin (auch Anemonol oder Ranunculol) ist ein Lacton der Hydroxy-penta-2,4-diensäure, welches in unterschiedliche Konzentration als Toxin in allen Hahnenfußgewächsen vorkommt.
Bei der Verletzung der Pflanzen wird Protoanemonin freigesetzt und bei Kontakt mit der Haut oder Schleimhaut kommt es zu Vergiftungserscheinungen wie Rötung, Juckreiz oder gar Blasenbildung auf der Haut (Hahnenfußdermatitis). Bei der inneren Aufnahme beeinflusst es das Nervensystem: Es kommt zu Erbrechen, Durchfall und Schwindelanfällen, aber auch zu Krämpfen und Lähmungserscheinungen.
Beim Trocknen der Pflanze wird Protoanemonin in das ungiftige Anemonin übergeführt.
Protoanemonin ist wirksam gegenüber Pilzen.
| Giftige Pflanzenteile | ganze Pflanze |
| Giftigstes Pflanzenteil | Blatt oder Stängel |
| Giftstoffe | Protoanemonin |
Folgesymptome
Erbrechen, Durchfall, Lähmungserscheinungen, Magen-Darm-Störungen, Krämpfe, Nierenreizung
Symptome bei Hautkontakt
Blasenbildung, Hautreizung, Juckreiz, Rötung, Schleimhautreizung, Brennen auf der Haut
Sofortmaßnahmen
sofort Gabe von 10g Kohle-Pulver (Kohle-Pulvis)
Standort
Als Standort werden feuchte und kalkhaltige Böden in Höhenlagen zwischen 1200 und 2600 m Höhe über dem Meeresspiegel bevorzugt. Meist wächst sie in Zwergstrauchheiden (vor allem Alpenrosen) und lockeren Grünerlenbeständen. Sie ist eine Charakterart des Caricetum ferrugineae.
Verbreitung & Vorkommen
Diese Pflanzenart kommt vor allem in den Westalpen vor. Das Verbreitungsgebiet reicht von den Seealpen bis nach Vorarlberg. Zusätzlich kommt die Art auch im Nord-Apennin vor.
Inhaltsstoffe
Die Pflanze enthält Protoanemonin (auch Anemonol oder Ranunculol). Dies ist ein Lacton der Hydroxy-penta-2,4-diensäure, welches in unterschiedliche Konzentration als Toxin in allen Hahnenfußgewächsen vorkommt.
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