Taubenkropf
Der Taubenkropf wächst als ausdauernde krautige Pflanze und erreicht eine Wuchshöhe von 40 bis 150 cm. Alle Pflanzenteile sind kurz flaumig behaart. Der Stängel ist schwach, weitästig, oft spreizkletternd. Die gegenständig angeordneten Laubblätter sind länglich-eiförmig zugespitzt.
Die Blütezeit reicht von Juli bis September. Die end- oder seitenständigen Blüten sind lang gestielt. Der Kelch ist schüsselartig ausgebreitet und zur Fruchtzeit mehr oder weniger zurückgeschlagen. Die grünlich-weißen Kronblätter sind zweispaltig und schmal. Es sind drei Griffel vorhanden. Die Frucht ist eine kugelige, schwarz-glänzende (Schein-)Beere.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 24.
Alle Pflanzenteile sind giftig, vor allem aber die Beeren. Die Hauptwirkstoffe sind ätherische Öle.
Vergiftungserscheinungen: die Beeren können eine Gastroenteritis bewirken. Durch die verlockenden Beeren sind besonders Kinder gefährdet.
Standort
Er ist ein gemäßigt-kontinentales Florenelement. In Österreich kommt der Hühnerbiss in Auwaldgebüschen und Waldschlägen zerstreut bis selten vor,
Verbreitung & Vorkommen
Silene baccifera kommt in West- Mittel- und Südeuropa bis ins gemäßigte Asien vor. In der Schweiz ist er selten zu finden.
Der Taubenkropf ist in Deutschland selten im Bereich der großen Flusstäler zu finden. Im Norden nur im Elbegebiet, im Nordwesten fehlend. Südwestlich und südlich bis zum Rhein- und Donaugebiet vorkommend.
Der Taubenkropf wächst im Saum von Auenwäldern und Auengebüschen. Er bevorzugt sickernasse, zeitweise überflutete, nährstoffreiche, meist kalkhaltige Lehm- und Schlickböden. Er ist eine sommerwärmeliebende Stromtalpflanze.
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