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Gewöhnliche Hundszunge

Cynoglossum officinale L.
Giftpflanze Alpenpflanze Giftig ⚠️

Die Gewöhnliche Hundszunge ist eine zweijährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von bis zu 80 cm erreicht. Der kräftige Stängel hat einen Durchmesser von bis 1 cm, ist kantig, locker zottig behaart und dicht beblättert. Die Pflanze hat einen Mäusegeruch. Die Grundblätter sind grundständig rosettig gehäuft. Die Stängelblätter sind sitzend, stängelumfassend, beiderseits angedrückt behaart, graugrün und derb, die oberen sind lanzettlich und filzig behaart.

In zuerst kopfigen, später sparrig sich verlängernden, rispig angeordneten Wickeln sitzen viele Blüten. Die erst dunkelvioletten, später braunroten Blüten sind homogame, trichterförmige „Stieltellerblumen“. Die ziemlich lange Blütenkronröhre ist durch hellrote Hohlschuppen (Schlundschuppen) verschlossen, daher ist der Nektar nur Bienen und Faltern zugänglich. Zuletzt ist auch spontane Selbstbestäubung möglich. Blütezeit ist von Mai bis Juli.

Die vier mit dem Mittelsäulchen verwachsenen Teilfrüchte (Klausen) sind außen widerhakig-stachelig und werden als Kletthafter verbreitet, z. B. durch Kaninchen. Die abgeflachten, eiförmigen Nüsschen sind dicht mit Widerhaken besetzt.

Vor allem in den Samen befinden sich giftige Pyrrolizidin-Alkaloide (z. B. Heliosupin). Bei Kaltblütlern wirken diese Giftstoffe schon in geringen Dosen lähmend. Für größere Warmblütler sind sie allerdings weniger schädlich. Bei Menschen ist eine Vergiftung unwahrscheinlich.

Wegen ihrer Giftigkeit ist heute vom Gebrauch dieser Pflanze als Heilpflanze abzuraten.

Giftige Pflanzenteileganze Pflanze
Giftigstes PflanzenteilSamen
GiftstoffePyrolizidin-Alkaloide

Folgesymptome

Schweißausbrüche

Standort

Die Gewöhnliche Hundszunge wächst zerstreut, aber lokal häufig in sonnigen Unkrautfluren, an Schuttplätzen, Wegrändern, Tierbauten und in übernützten Weiden. Sie bevorzugt eher trockene, nährstoffreiche Böden in sonniger Lage. Nach Ellenberg ist sie eine Lichtpflanze, intermediär-kontinental verbreitet, ein Schwachbasen- und Stickstoffzeiger und eine Verbandscharakterart wärmebedürftiger Distelgesellschaften.

Verbreitung & Vorkommen

Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet der Gewöhnlichen Hundszunge liegt in Europa, in West- und Zentralasien, im Kaukasusgebiet und in Sibirien. In Nordamerika ist die Art ein Neophyt.

Die Gewöhnliche Hundszunge wächst zerstreut, aber lokal häufig in sonnigen Unkrautfluren, an Schuttplätzen, Wegrändern, Tierbauen und in intensiv genutzten Weiden. Sie bevorzugt eher trockene, nährstoffreiche Böden in sonniger Lage. Nach Ellenberg ist sie eine Lichtpflanze, intermediär-kontinental verbreitet, ein Schwachbasen- und Stickstoffzeiger und eine Verbandscharakterart wärmebedürftiger Distelgesellschaften (Onopordion acanthii). In den Allgäuer Alpen steigt sie im Tannheimer Tal auf einem Gamsläger an der Südwestwand des Hochwiesler bis zu einer Höhenlage von 1820 Metern auf.

Inhaltsstoffe

Die Pflanze enthält Pyrrolizidinalkaloide: 62% Helisupin im Kraut. Nach älteren Angabenn der Wurzel Cynoglossin, Consolidin, Consolicin, Cynoglossidin.

Aus derselben Gattung (Cynoglossum)

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