Alpen-Süßklee - Hedysarum hedysaroides

Familie: Fabaceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Futterpflanze Gründüngung-Bodenverbesserer Alpenpflanze

<b>Alpen-Süßklee - <i>Hedysarum hedysaroides</i></b>
Alpen-Süßklee - Hedysarum hedysaroides
Bildquelle: Wikipedia User Lucarelli; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;

Hedysarum: gr. Pflanzenname, von gr. hedys = süß (Pfl. schmeckt süß); "Süßklee"

Der Alpen-Süßklee ist eine der wertvollsten Alpenfutterpflanzen mit hohem Eiweiß- und Fettgehalt. Obwohl leicht bitter, wird er gerne vom Vieh gefressen, erträgt jedoch starke Beweidung schlecht; besser eignet er sich zur Heugewinnung (Mahd).

Alpen-Süßklee - Hedysarum hedysaroides; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Kenraiz">Wikipedia User Kenraiz</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/publicdomain/deed.de" target=_blank title="Public Domain">Public Domain</a>; Alpen-Süßklee - Hedysarum hedysaroides; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User AnankeBot">Wikipedia User AnankeBot</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.0 Unported (CC BY-SA 2.0)">CC BY 2.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Hedysarum_hedysaroides_-_purpurv%C3%A4ppling-5972_-_Flickr_-_Ragnhild_%26_Neil_Crawford.jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Hedysarum_hedysaroides_-_purpurv%C3%A4ppling-5972_-_Flickr_-_Ragnhild_%26_Neil_Crawford.jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Hedysarum_hedysaroides_-_purpurv%C3%A4ppling-5972_-_Flickr_-_Ragnhild_%26_Neil_Crawford.jpg</a>Alpen-Süßklee - Hedysarum hedysaroides; Bildquelle: © <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Fabian Löffelmann,  Vielen Dank">Fabian Löffelmann,  Vielen Dank</a> - <b>All rights reserved</b>Alpen-Süßklee - Hedysarum hedysaroides; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Selso">Wikipedia User Selso</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Hedysarum_hedysaroides_a1.jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Hedysarum_hedysaroides_a1.jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Hedysarum_hedysaroides_a1.jpg</a>Alpen-Süßklee - Hedysarum hedysaroides; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Meneerke bloem">Wikipedia User Meneerke bloem</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Hedysarum_hedysaroides_boutignyanum_004.JPG" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Hedysarum_hedysaroides_boutignyanum_004.JPG">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Hedysarum_hedysaroides_boutignyanum_004.JPG</a>

Vegetative Merkmale

Der Alpen-Süßklee wächst als sommergrüne, ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 10 und 30 Zentimetern. Die Pfahlwurzel ist oft meterlang. Die einfachen, aufrechten Stängel sind kantig.

Die Laubblätter sind unpaarig gefiedert, mit 9 bis 21 sitzenden Fiederblättchen. Die Fiederblättchen sind bei einer Länge von 10 bis 30 Millimetern lanzettlich. Die Nebenblätter sind häutig, braun und bis über die Mitte verwachsen.
Generative Merkmale

Die Blütezeit reicht von Juni bis August. 10 bis 50 nickende Blüten sitzen in einem einseitswendigen traubigen Blütenstand.

Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf Kelchblätter sind glockig verwachsen. Die rotvioletten Kronblätter bilden eine 15 bis 20 Millimeter lange Krone mit der typischen Form der Schmetterlingsblüte. Das Schiffchen ist länger als Flügel und Fahne.

Die Früchte sind flache Gliederhülsen, die sich nicht öffnen, sondern die in einzelne Scheiben zerfallen.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 14.


Standort

Der Alpen-Süßklee besiedelt sonnige Magerrasen, Wildheulagen. Felsbänder, lückige Rasen sowie Matten und lockere Zwergstrauchbestände. Der Alpen-Süßklee gedeiht auf locker-steinigen Lehmböden in alpiner Lage; er bevorzugt kalkhaltige Böden, er geht aber auch auf kalkarmen Untergrund, wenn er nährstoffreich ist. Er ist eine Charakterart der Ordnung Seslerietalia, kommt aber auch im Elynetum aus dem Verband Elynion vor.

Verbreitung/Vorkommen

Das Verbreitungsgebiet des Alpen-Süßklees umfasst in Europa die Alpen und Pyrenäen bis zu den Karpaten, dazu die russische Arktis und den nördlichen und zentralen Ural. Er zeigt damit die typische Verbreitungsform glazialer Reliktarten mit arkto-alpiner Disjunktion. In den mitteleuropäischen Kalkalpen kommt er zerstreut vor; in Gebieten mit kalkarmem Gestein ist er in Mitteleuropa selten. In Österreich kommt er zerstreut bis häufig bis auf Wien und Burgenland vor. Auf der Balkanhalbinsel beschränkt sich das Vorkommen auf die östlichen Prokletije. Hier ist er in 2000 bis 2400 Metern verbreitet.

Der Alpen-Süßklee gedeiht in Höhenlagen von 1000 bis 3000 Metern, bevorzugt aber in Mitteleuropa Höhenlagen zwischen 1800 und 2500 Metern. In den Allgäuer Alpen steigt er am Rauheck-Gipfel in Bayern sie bis zu einer Höhenlage von 2383 Metern auf.
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Alpen-Süßklee - Garten/Anbau

Lichtanspruch: Licht;
Boden Beschaffenheit: +/- humoser Boden; kalkhaltiger / kalkreicher Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; steiniger Boden / Kies / Grus;
Boden PH-Wert: mild; neutral;
Boden Feuchte: frisch;
Boden Nährstoffgehalt: basenreich; nährstoffreich;

Sonstiges

Der Alpen-Süßklee besitzt Wurzelknöllchen mit stickstoffbindenden Bakterien.
Er wird vom Rostpilz Uromyces hedysari-obscuri mit Spermogonien, Aecidien und Telien befallen.

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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