Kleinblütiges Franzosenkraut - Galinsoga parviflora

Familie: Asteráceae - Korbblütler

Galinsoga parviflora
Bildquelle: Wikipedia User Zimbres
Kategorie: Wildgemüse Neophyt

Galinsoga: n. dem span. Arzt und Botaniker M.Galinsoga (1766 - 1797); "Knopfkraut", "Franzosenkraut"
parviflorus: kleinblumig

In seiner eigentlichen Heimat Kolumbien ist es das charakteristische Gewürz (Guasca) der Hühnersuppe Ajiaco.

Das Kleinblütige Franzosenkraut ist eine einjährige, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von etwa 20 Zentimetern erreicht. Der Stängel der Pflanze ist kahl oder nur sehr spärlich anliegend behaart. Die gegenständigen Laubblätter sind ungeteilt und am Rand mehr oder weniger fein gezähnelt. Die Blütenstiele sind etwas dichter behaart, aber die Härchen liegen den Stielen dicht an. Jedenfalls ist die Pflanze nicht zottig behaart wie das Behaarte Knopfkraut.

Die Blütenköpfchen haben einen Durchmesser von knapp 5 mm. Die meist vier bis fünf weißen Zungenblüten sind deutlich kürzer als der halbe Durchmesser des gelben Köpfchens. Sie sind meist ein wenig länger als breit und haben vorne zwei oder drei kleine Zähnchen.


Verbreitung/Vorkommem

Das Kleinblütige Knopfkraut ist ein typisches „Unkraut“. Es wächst gerne an lehmigen, stickstoffreichen Stellen wie in Gärten, an Äckern oder an offenerdigen Straßenrändern. Es ist weit verbreitet und nicht selten, aber auch nicht ganz so häufig wie das Behaarte Knopfkraut.

Das Franzosenkraut ist ein Neophyt. Ursprünglich stammt die Pflanze aus Südamerika. Sie wurde Ende des 18. Jahrhunderts in botanischen Gärten angepflanzt, bald jedoch wegen ihrer schmackhaften Blätter auch in landwirtschaftliche Kultur genommen. Weil sie sich sehr stark verbreitete und dies zeitlich mit den Feldzügen von Napoleon zusammenfiel, kamen die Franzosen zu Unrecht in Verruf, es eingeschleppt zu haben. Heute hat sich das Franzosenkraut über ganz Europa und große Teile Asiens verbreitet.

Verwendung in der Küche

Das ganze Kraut eignet sich gut zur Bereitung von Wildkräutersalat.

Wikipedia User Rob HilleDeutschlands Flora in Abbildungen (1796)

Literatur

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