Froschbiß - Hydrocharis morsus-ranae

Familie: Hydrocharitáceae - Froschbißgewächse

Hydrocharis morsus-ranae
Bildquelle: Wikipedia User Bilou
Kategorie: Garten Wasserpflanze Gartenteich

Hydrocharis: gr. hydor = Wasser, charis = Freude, Zierde (Stand­ort); "Froschbiß"
morsus-ranae: Froschbiß

Hydrocharis morsus-ranae sind ausdauernde krautige Pflanzen. Durch intensive Bildung von 5 bis 20 Zentimeter langen Ausläufern, die an ihren Enden wiederum Ausläufer treiben, hängen die Rosetten submers in großen Verbänden als Schwimmblatt-Teppiche miteinander zusammen. Es werden Winterknospen gebildet. Die meist gerade nach unten hängenden Wurzeln erreichen normalerweise nicht den Gewässergrund, sondern nehmen Nährstoffe aus dem freien Wasser auf.
Die Schwimmblätter erinnern etwas an kleine Seerosen.

Die Laubblätter stehen in im Wasser treibenden Rosetten zusammen. Die Laubblätter, die wie winzige Seerosenblätter aussehen oder auch an die Schnauzenform eines Frosches erinnern mögen, schwimmen auf der Oberfläche von meist stehenden Gewässern. Die einfachen, rundlichen bis nierenförmigen Blattspreiten weisen einen Durchmesser von etwa 2 bis 7 Zentimeter auf, sind ledrig-derb, oberseits glänzend grün, unterseits oft leicht rötlich. Es sind zwei große Nebenblätter vorhanden.

Hydrocharis morsus-ranae sind einhäusig (monözisch) – allerdings sind dabei die größeren männlichen (gestielt zu dritt) und die kleineren weiblichen Blüten (einzeln sitzend) räumlich getrennt, indem diese an verschiedenen Sprossachsen wachsen. Die Blüten weisen einen Durchmesser von etwa 1,5 bis 3 Zentimetern und bestehen aus je drei weißen Kronblättern und einem Hochblatt; die Basis ist gelb. Die kugelige, grüne Frucht weist Durchmesser von etwa 1 Zentimeter auf.


Verbreitung/Vorkommem

Froschbiss ist eurasisch verbreitet; im Tiefland Deutschlands tritt die Art mäßig häufig auf mit Schwerpunkten in den Talauen der größeren Flüsse. Im Hügel- und Bergland ist sie selten und fehlt über weite Strecken. Die Pflanze steht regional auf der Roten Liste gefährdeter Arten.

Sonstiges

Die Rosettenverbände treiben nur während der Vegetationsperiode an der Wasseroberfläche. Im Herbst bilden sich etwa einen Zentimeter lange, stärkereiche, außen hornartig verfestigte Winterknospen (Turionen). Diese lösen sich ab und sinken auf den Gewässergrund, während die übrigen Sprossteile absterben. Im kommenden Spätfrühling (April/Mai) entwickeln sich aus den Winterknospen neue Pflanzen, die zur Oberfläche aufsteigen und sich entfalten. Die vegetative Vermehrung durch Ausläufer und Winterknospen ist für die Art wesentlich bedeutender als die geschlechtliche Reproduktion (vergleiche auch Krebsschere).

Froschbiss wird als Zierpflanze in Gartenteichen verwendet.

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Literatur

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