Zwerg-Sicheltanne - Cryptomeria japonica Vilmoriniana

Familie: Cupressáceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Garten Nadelbaum

<b>Zwerg-Sicheltanne - <i>Cryptomeria japonica</i></b>
Zwerg-Sicheltanne - Cryptomeria japonica
Bildquelle: Leo Michels, Untereisesheim; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;

japonicus: aus Japan


Erscheinungsbild

Die Sicheltanne ist ein immergrüner Baum, der in seiner Heimat Wuchshöhen von 50 Metern erreichen kann, in Mitteleuropa nur etwa 15 Meter. Der Stamm ist gerade und schlank. Die relativ weiche Borke ist zunächst auffällig rotbraun und wird im Alter dunkelbraun; sie löst sich in Längsstreifen vom Stamm. Die Baumkrone ist dicht beastet, kegelförmig oder pyramidal und schließt im Gipfel rund ab. Die langen jungen Zweige sind oft hängend, wobei die chinesische Varietät schlaffere Zweige aufweist als die japanische.
Nadeln

Die frischgrünen harten Nadeln sind bis zu 30 Millimeter lang und sind lang zugespitzt, ihre Basis läuft am Zweig herab. Die chinesische Varietät hat längere Nadeln als die japanische. Die Nadeln stehen spiralig am Zweig, sind sichelförmig gebogen (daher Sicheltanne) und haben auf beiden Seiten Spaltöffnungsreihen.

Blüten, Zapfen und Samen

Die Sicheltanne ist einhäusig getrenntgeschlechtig (monözisch).

Die männlichen Zapfen stehen in den Achseln von Nadelblättern in Gruppen von etwa 20 am Ende von Seitenzweigen. In unreifem Zustand sind sie grün, im reifen gelb bis orange. In Japan sind die Pollen, die von Februar bis April auftreten, der häufigste Verursacher von Heuschnupfen, auch weil die Bäume etwa 12 % der Landesfläche ausmachen.

Die weiblichen Zapfen stehen am Ende von kurzen Zweigen und sind zur Blütezeit nach unten geneigt. Sie ähneln einem Brause-/Duschkopf. Pro Zapfenschuppe werden (zwei bis) drei Samenanlagen gebildet, die in der Achsel der Deckschuppe stehen. Nach der Bestäubung wachsen die Zapfen heran und wenden sich um etwa 180° nach oben, sodass die reifen, braunen Zapfen aufrecht an gekrümmten Stielen stehen. Sie sind bis 3 Zentimeter lang. Zur Reife sind Samen- und Deckschuppe im unteren Bereich zu weiten Teilen miteinander verwachsen, und nur die Spitzen sind frei. Die Samenschuppe zeichnet sich durch meist fünf dornförmige Zähne aus, die Spitze der Deckschuppe ist nach hinten gebogen. Bei der Sicheltanne ist nicht selten ein Durchwachsen der Zapfen zu beobachten, bei denen oben aus dem Zapfen ein kurzer beblätterter Zweig steht. Die Samen reifen im Jahr der Bestäubung, sie sind etwa 6 Millimeter lang und schmal geflügelt. Die Zapfen verbleiben am Baum.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 22, selten auch 33.


Verbreitung/Vorkommen

Die Sicheltanne ist in Ostasien heimisch. Ihre ursprüngliche Heimat ist China und Japan (genauer siehe Varietäten).

Die Sicheltanne bevorzugt kühle feuchte Gebiete, wo sie sich als durchaus raschwüchsig erweist.
Uresin-Entoxin®Fella-Entoxin®Neolin-Entoxin®
Ekzem-Entoxin® N

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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