Scharbockskraut - Ficaria verna

Familie: Ranunculáceae - Hahnenfußgewächse
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Heilpflanze Giftpflanze Bienenblume Frühblüher Alpenpflanze

<b>Scharbockskraut - <i>Ficaria verna</i></b>
Scharbockskraut - Ficaria verna
Bildquelle: © Bönisch 2004 - All rights reserved

Ficaria: lat. ficus = Feige (die Vitamin C rei­chen "Knöllchen" wur­den auf Segelschiffreisen als Vit­amin C-Quelle gegen Skorbut (Vitamin C-Mangelkrankheit) mitgenommen, wovon sich auch der dt. Name "Schar­bockskraut" ableitet; der Name Scharbock für Skorbut tritt erstmals 1534 in Köln auf; "Feig­wurz", "Scharbockskraut"
vernalis: Frühling-

andere Namen: Ranunculus ficaria, Feigwurz, Frühlingsscharbockskraut

Der Name des Scharbockskrauts leitet sich von Scharbock (Skorbut) ab, da seine Vitamin-C-haltigen Blätter gegen diese Mangelerscheinung eingenommen wurden.

Scharbockskraut - Ficaria verna; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Deutschlands Flora in Abbildungen 1796">Deutschlands Flora in Abbildungen 1796</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/publicdomain/deed.de" target=_blank title="Public Domain">Public Domain</a>; Scharbockskraut - Ficaria verna; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User BetacommandBot">Wikipedia User BetacommandBot</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>;

Das Scharbockskraut (Ranunculus ficaria) ist eine Pflanzenart aus der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Es ist ein Frühjahrsblüher.



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Preis: EUR 75,43

Verwendung in der Küche

Wenn man die jungen Blätter erntet, bevor die Blüten kommen, kann man sie als kleine Beigabe zu Salaten oder Quark nehmen. Sie bereichern das Essen mit einem „herben, etwas scharfen Geschmack“. Nur vor der Blütezeit scheinen sie so wenig Protoanemonin zu enthalten, dass sie in mäßigen Mengen unbedenklich genossen werden können. Die Menge der Protoanemonine ist jedoch nicht allein von der Blütezeit abhängig, sondern auch von Standort und Bodenbeschaffenheit. Der energiereichste Teil des Scharbockskrautes sind die kleinen weißen Speicherknöllchen in den Blattachseln sowie an den Wurzeln. Tritt bei einem Geschmackstest ein „stechend-bitterer“ Geschmack auf, sollten die gesammelten Pflanzenteile vor Verzehr getrocknet werden, um sie zu entgiften.

Gefährlich sind Verwechslungen mit anderen Hahnenfuß-Gewächsen, da diese wesentlich größere Mengen an Giftstoffen enthalten.

Scharbockskraut gehörte früher zum Reiseproviant auf Seereisen und wurde von Seefahrern gegessen, die meist kein frisches Gemüse und Obst zu Verfügung hatten. Scharbockskraut enthält sehr viel Vitamin C und verhinderte dadurch Skorbut, eine Vitamin-C-Mangelkrankheit, die Seefahrer früher auf ihren langen Reisen bedrohte. Der Name Scharbockskraut leitet sich von Scharbock ab, eine alte Bezeichnung für Skorbut.

Heute hat das Scharbockskraut in der Heilkunde keine Bedeutung mehr, ja schade, da fehlt die Zeit für eine nähere Auseinandersetzung mit der Naturheilkunde nicht nur in diesem Fall!!

Giftigkeit

Das Scharbockskraut ist in großen Mengen genossen giftig, da es Protoanemonin – einen cyclischen Kohlenwasserstoff – in den Blättern bildet. Erst nachdem die ersten Blüten erschienen sind, bildet sich Protoanemonin in höheren Konzentrationen. Faustregel für den Genuss der Pflanze ist daher: Vor der ersten Blüte gegebenenfalls in Maßen, nach Erscheinen der ersten Blüten nicht mehr genießen! Protoanemonin (auch Anemonol oder Ranunculol) ist ein Lacton der Hydroxy-penta-2,4-diensäure, welches in unterschiedliche Konzentration als Toxin in allen Hahnenfußgewächsen vorkommt.

Es wird bei Verletzung der Pflanzen freigesetzt und bei Kontakt mit der Haut oder Schleimhaut kommt es zu Vergiftungserscheinungen wie Rötung, Juckreiz oder gar Blasenbildung auf der Haut (Hahnenfußdermatitis). Bei der inneren Aufnahme beeinflusst es das Nervensystem: Es kommt zu Erbrechen, Durchfall und Schwindelanfällen, aber auch zu Krämpfen und Lähmungserscheinungen.

Es ist wirksam gegenüber Pilzen.

Beim Trocknen der Pflanze wird Protoanemonin in das ungiftige Anemonin übergeführt.

Verwendung in der Pflanzenheilkunde

In der Mehrheit der Kräuterbücher wird auf den hohen Vitamin-C-Gehalt der Pflanze hingewiesen. Mehrere Autoren aus der Wildkräuterszene betonen ausdrücklich, dass sie das Scharbockskraut regelmäßig im Vorfrühjahr konsumieren. Es ist daher zu vermuten, dass die postulierte Giftigkeit durch Protoanemonin vor Erscheinen der gelben Blüten tatsächlich sehr gering oder völlig unbedeutend ist.
Für empfindliche Personen ist es jedoch ratsam, die Pflanze entweder ganz zu meiden oder sich behutsam an die verträgliche Dosis heranzutasten. Die Erfahrung zeigt, dass manche Personen die Pflanze als Nahrungsmittel intuitiv lieben und andere sie verabscheuen. Es ist ratsam, die Pflanze keinesfalls gegen den „Rat“ des eigenen Körpers zu konsumieren.


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Preis:

Scharbockskraut - Garten/Anbau

Lichtanspruch: Halbschatten; Schatten;
Boden Beschaffenheit: +/- humoser Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; toniger Boden / Tonboden;
Boden Feuchte: frisch;
Boden Nährstoffgehalt: basenreich; nährstoffreich;

Literatur




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