Gewöhnliche Natternzunge - Ophioglossum vulgatum

Familie: Natternzungengewächse - Ophioglossaceae

Kategorie: Sporenpflanze  

Gewöhnliche Natternzunge Info

Ophioglossum: gr. ophis = Schlange, glossa = Zunge (wg. der An­ord­nung der Sporangien); "Natternzunge"

Die Gewöhnliche Natternzunge (Ophioglossum vulgatum) ist eine Art der Farne in der Gattung der Natternzungen.

Die Gewöhnliche Natternzunge bildet unterirdisch bis zu 20 Wurzeln aus, deren Durchmesser 0,3 bis 0,9 mm beträgt und die radial von der Sprossachse weg wachsen. Den Wurzeln fehlen die Wurzelhaare, deren Funktion wahrscheinlich von Mykorrhizapilzen übernommen wird. Das unterirdische Prothallium ist in der Regel chlorophylllos.

Der Stängel erreicht eine Wuchshöhe von bis zu einem Zentimeter und einen Durchmesser von circa 3 mm. Er trägt nur ein Laubblatt, das sich im Frühjahr oder Frühsommer bildet. Das Blatt ist wie bei allen Natternzungenarten zweigeteilt. Das sterile Trophophyll ist ungeteilt. Es ist gestielt, wobei der Stiel etwa 5 mm lang wird. Es steht aufrecht oder leicht geneigt. Die Farbe ist dunkelgrün glänzend. Das Trophophyll ist bei einer gesunden Pflanze glatt. Die Form ist eiförmig oder eiförmig-spatelig, es wird bis zu 10 cm lang und an der breitesten Stelle bis zu 4 cm breit. Sein Grund umfasst das fertile Sporophyll scheidig, die Spitze ist abgerundet. Die Nervatur ist sehr komplex netzförmig, mit freien Venchen in Areolen.

Das Sporophyll beginnt auf Bodenhöhe und wird zwei- bis viermal so hoch wie das Trophophyll. Auf ihm sitzen zwei vertikale Reihen aus 10 bis 35 Sporangien, die 20 bis 40 mm lang werden und zwischen 1 und 4 mm breit sind. Das Apiculum, die kurze Spitze des Sporophylls, wird 1 bis 1,5 mm lang.


Standort

Die Gewöhnliche Natternzunge liebt schattige Sekundärwälder, bewaldete Hänge oder Täler sowie Wälder, die regelmäßig überflutet werden. In Deutschland findet sie sich gerne auf Moorwiesen und feuchten, lückenhaften Magerwiesen. Der Boden muss nährstoffarm sein. Die Gewöhnliche Natternzunge gilt als Verbandscharakterart der Pflanzensoziologischen Einheit der Pfeifengraswiesen (Molinion caeruleae), eines ursprünglichen Wiesentyps mit auffälligen Grasarten. Der Bestand in Deutschland ist rückläufig, gilt jedoch als gesichert.

Verbreitung/Vorkommen

Die Art ist in Eurasien, im Süden der Vereinigten Staaten und in Mexiko in Höhenlagen zwischen 0 und 800 m verbreitet.

Gewöhnliche Natternzunge Steckbrief

Blütenfarbe: grün, braun oder unscheinbar;
Höhe/Länge von 5cm bis 20cm
Blütezeit von Juni bis August
Lebensraum: Gewässer, Feuchtgebiete; Magerrasen; Magerwiesen; Ufer, Dämme;
Blütenstand: Ähre oder Quirl
Blattspreite: ungeteilt
Blattrand: ganzrandig;
Besonderheiten Blatt/Pflanze: Blätter stengelumfassend;
Häufigkeit: selten
Lebensdauer: ausdauerndes Kraut (Staude);
Höhenstufen: Ebene / Tiefland (0-450m); Mittellage (450-1500m);
Höhenstufe min: 0m
Höhenstufe max. in den Alpen: 800m
Bestäubungsart: Windbestäubung;
Lichtbedarf: Licht;
Nährstoffbedarf: basenreich; nährstoffarm;
Bodenart: +/- humoser Boden; toniger Boden / Tonboden;
PH-Wert Boden: mäßig sauer;
Bodenfeuchte: nass; wechselnass / zeitweise überschwemmt;

Gewöhnliche Natternzunge Garten / Anbau

Lichtanspruch: Licht;
Boden Beschaffenheit: +/- humoser Boden; toniger Boden / Tonboden;
Boden PH-Wert: mäßig sauer;
Boden Feuchte: nass; wechselnass / zeitweise überschwemmt;
Boden Nährstoffgehalt: basenreich; nährstoffarm;
Erkältungs-Entoxin®Adenolin-Entoxin® NN
Fella-Entoxin®Ekzem-Entoxin® N

Literatur

Bildquellenverzeichnis


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