Geruchlose Kamille - Tripleurospermum perforatum

Familie: Asteraceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Pionierpflanze Alpenpflanze

<b>Geruchlose Kamille - <i>Tripleurospermum perforatum</i></b>
Geruchlose Kamille - Tripleurospermum perforatum
Bildquelle: Wikipedia User Oceancetaceen; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;
Wiki Commons Bildbeschreibung: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Tripleurospermum_perforatum_-_Mainz_IMG_5774.JPG


Tripleurospermum:      lat. tri = drei, pleuron = Rippe, sperma = Sa­me (wg. der Struk­tur der Achaene); "Falsche Ka­mil­le" (s. Ma­tri­caria)
perforatus: durchlöchert

andere Namen: Küdill, Kühaug, Rindsaug und Rödendil, Syn. Chamomilla inodora K. Koch, Syn. Chrysanthemum maritimum ssp. inodorum (K. Koch) Vaar., Syn. Matricaria chamomilla L. non L. 1755 (nom. ambig.),Syn. Matricaria inodora L., nom. illeg. (nom. superfl.),Syn. Matricaria maritima ssp. inodora (K. Koch) Soó, Matricaria perforata Mérat,Syn. Pyrethrum inodorum Moench, Syn. Tripleurospermum inodorum (K. Koch) Sch. Bip.,Syn. Tripleurospermum maritimum ssp. inodorum (K. Koch) Vaar.


Geruchlose Kamille - Tripleurospermum perforatum; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Natalie Schmalz">Natalie Schmalz</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; Geruchlose Kamille - Tripleurospermum perforatum; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Oceancetaceen">Wikipedia User Oceancetaceen</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Tripleurospermum_perforatum_-_Botanischer_Garten_Mainz_IMG_5413.JPG" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Tripleurospermum_perforatum_-_Botanischer_Garten_Mainz_IMG_5413.JPG">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Tripleurospermum_perforatum_-_Botanischer_Garten_Mainz_IMG_5413.JPG</a>Geruchlose Kamille - Tripleurospermum perforatum; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Oceancetaceen">Wikipedia User Oceancetaceen</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Tripleurospermum_perforatum_-_Mainz_IMG_5776.JPG" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Tripleurospermum_perforatum_-_Mainz_IMG_5776.JPG">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Tripleurospermum_perforatum_-_Mainz_IMG_5776.JPG</a>

Die Geruchlose Kamille (Tripleurospermum maritimum subsp. inodorum, Syn.: Tripleurospermum perforatum, Matricaria inodora L.) ist eine Unterart von Tripleurospermum maritimum in der Pflanzenfamilie der Korbblütler (Asteraceae). Sie ist aufgrund ihrer sehr ähnlichen Blütenkörbchen leicht mit der Echten Kamille zu verwechseln. Sie enthält aber nur wenige ätherische Öle und hat daher keinen Kamilleduft. Eine Heilwirkung, wie für die Echte Kamille typisch, hat sie nicht.

Die Geruchlose Kamille ist eine überwinternd grüne, einjährige (Therophyt) krautige Pflanze. Sie erreicht Wuchshöhen zwischen 5 und 80 Zentimetern und besitzt aufsteigende bis aufrechte, erst oberwärts ästig verzweigte, nur im jungen Zustand spärlich behaarte Stängel. Die zwei- bis dreifach gefiederten Laubblätter sind nicht fleischig und etwa 2 bis 8 Zentimeter lang. Die Fiedern erreichen Längen zwischen 4 und 20 Millimeter.
Schnitt durch den Blütenstand

In einem doldigen Gesamtblütenstand stehen endständig die körbchenförmigen Blütenstände (Pseudanthien). Der halbkugelige Körbchenboden ist markig und nicht hohl. Die ovalen Hüllblätter sind in der Mitte dunkelgrün bis dunkelbraun; ihre Ränder und Spitzen sind blass bis hellbraun und mehr oder weniger trockenhäutig. Die Blütenkörbchen weisen einen Durchmesser von etwa 3 bis 4,5 Zentimeter auf; sie enthalten innen gelbe, radiärsymmetrische Röhrenblüten (= Scheibenblüten) und außen zehn bis 25 weiße, zygomorphe Zungenblüten. Die Zungenblüten stehen waagerecht ab oder sind aufgerichtet, ab nicht herab geschlagen.

Die Frucht ist ein Achäne mit einem Pappus der als häutiger Saum ausgebildet ist. An der Scheitelspitze der dreifach gerippten, blassbraunen Frucht befinden sich mehr oder weniger kreisrunde Öldrüsen.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 18 oder 36.

Ökologie
Die Geruchlose Kamille ist ein Kulturbegleiter. Sie wird durch Insekten bestäubt. Sie wurzelt bis 120 Zentimeter tief.


Standort

In Deutschland wächst sie häufig auf nährstoffreichen Äckern, in Ruderalfluren und auf Ödland. Sie gedeiht in Mitteleuropa auf frischen bis mäßig trockenen, nährstoffreichen, meist kalkarmen, mehr oder weniger humosen, neutralen, sandigen oder reinen Ton- oder Lehmböden. Sie kommt vor allem in Gesellschaften des Verbands Sisymbrion oder der Klasse Secalietea vor.

Verbreitung/Vorkommen

Die Geruchlose Kamille kommt in ganz Europa und Asien vor. Nach Neuseeland und Nordamerika wurde die Art eingeschleppt.
Gemmoextrakt: Vaccinium vitis idaea - PreiselbeereDr. Koll Gemmoextrakt: Juglans regia - WalnussbaumGemmoextrakt: Tilia tomentosa - SilberlindeDr. Koll Gemmoextrakt: Betula alba - Silberbirke

Geruchlose Kamille - Garten/Anbau

Boden Beschaffenheit: +/- humoser Boden; kalkarmer / kalkfreier Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; sandiger Boden / Sandboden; toniger Boden / Tonboden;
Boden Feuchte: frisch; mäßig frisch; mäßig trocken;

Sonstiges

Taxonomie
Die Geruchlose Kamille (Tripleurospermum maritimum subsp. inodorum (L.) Appleq.) hat folgende Synonyme: Matricaria inodora L., Matricaria maritima subsp. inodora (L.) Soó, Matricaria perforata Mérat, Pyrethrum elegans Pollini, Tripleurospermum perforatum (Mérat) M. Laínz, Chamaemelum inodorum (L.) Vis., Dibothrospermum agreste Knaf nom. illeg.

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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