Mäuseschwanz-Federschwingel - Vulpia myuros

Familie: Poaceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Süßgräser

<b>Mäuseschwanz-Federschwingel - <i>Vulpia myuros</i></b>
Mäuseschwanz-Federschwingel - Vulpia myuros
Bildquelle: Wikipedia User Fornax; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;

Vulpia: n. d. dtsch. Apotheker J.S.Vulpius (1746 - 1806); "Fuchs­schwin­gel"

andere Namen: Mäuse-Federschwingel, Mäuse-Fuchsschwingel


Die einjährige krautige Pflanze wächst in dichten Büscheln und erreicht eine Wuchshöhe von 10 bis 40 cm. Der Halm wächst aufrecht oder knickig aufsteigend und ist bis oben von den Blattscheiden bedeckt. Die obersten Blattscheiden wirken oft wie aufgeblasen. Die ganze Pflanze ist von hell- bis bläulichgrüner Farbe. Sie wird jedoch schon nach kurzer Zeit strohgelblich. Die Blattspreite sind meist borstlich behaart und wirken starr. Selten sind sie flach. Sie erreichen eine Länge von etwa 20 bis 70 mm und sind etwa 1 bis 2 mm breit.

Die Ährchen stehen in einer einseitswendigen etwa 10 bis 20 cm langen und meist nur 5 bis 10 mm breiten Rispe. Diese ist oft so lang wie der Traghalm und im oberen Teil meist bogig überhängend. Im unteren Teil wird sie oft von der obersten Blattscheide umhüllt.

Die Ährchen werden 8 bis 11 mm lang und besitzen vier oder fünf, 10 bis 15 mm lange Grannen. Sie sind von langovaler Gestalt, hellgrün gefärbt und werden bald bräunlich. Meist sind sie vier- bis fünfblütig. Die Befruchtung geschieht meist innerhalb der nicht geöffneten Blüte (Kleistogamie). Die Hüllspelzen sind kurz.


Standort

Der Mäuseschwanz-Federschwingel wächst an Wegrändern und Schuttstellen, auf Bahngelände und an Ackerrändern. Durch Verschleppung mit Schafwolle wächst er auch oft auf dürftigen Schafweiden. Er bevorzugt trockene, saure, kalk- und humusarme Sand- und Kiesböden.

Verbreitung/Vorkommen

Vulpia myuros ist ein mediterran-submediterranes Florenelement. Seine Verbreitung reicht von West- über Mittel- und Südeuropa bis nach Westasien. Man findet ihn aber auch in Afrika, Amerika und Australien.

In Deutschland ist die Art häufiger nur in West- und Teilen Ostdeutschlands zu finden. Vielfach tritt sie aber nur sehr unbeständig auf. In Österreich kommt der Mäuseschwanz-Federschwingel sehr selten in den östlichen Bundesländern vor und ist stark gefährdet. In der Schweiz findet man ihn in den collinen Lagen allgemein zerstreut vor.
Spasmo-Entoxin®Uresin-Entoxin®D.-B.-Entoxin® NMagen-Darm-Entoxin® N

Literatur

Bildquellenverzeichnis



Diese Webseite verwendet Cookies. Hier erfahren Sie alles zum Datenschutz