Dornige Spitzklette - Xanthium spinosum

Familie: Asteraceae
Steckbrief | Systematik

<b>Dornige Spitzklette - <i>Xanthium spinosum</i></b>
Dornige Spitzklette - Xanthium spinosum
Bildquelle: Wikipedia User Xemenendura; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;

Xanthium: gr. xanthos = gelb (frühere Färbepflanze); "Spitz­klet­te"
spinosissimus: sehr dornig

Die Dornige Spitzklette wurde oft auch neu immer wieder mit Wolle eingeschleppt und kam daher häufig in der Nähe von Wollkämmereien vor.

Die Dornige Spitzklette ist eine einjährige krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 20 bis 80 Zentimetern. Sie hat eine reich verzweigte, spindelförmige Wurzel. Der aufrechte und meist vom Grunde an sparrig verzweigte Stängel ist. Der Stängel ist rundlich, zerstreut anliegend behaart und weißlich mit grünen Längsstreifen. Am Stängel beiderseits des Blattstielansatzes steht je ein dreiteiliger, strohfarbener oder schwach rötlicher Dorn mit einem kurzen Fußstück und meist drei spreizenden, 10 bis 25 Millimeter langen Dornen.

Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die Blattoberseite ist dunkelgrün und die Blattunterseite ist durch kurze sehr dicht stehende Trichome grau filzig behaart. Die Blattspreite ist im Umriss rhombisch und meist dreilappig mit verlängertem Mittellappen und schräg nach vorn gerichteten Seitenlappen. Der Mittellappen ist vorn spitz und trägt meist noch ein oder zwei Paar grobe Seitenzähne. Der Spreitengrund ist keilförmig in den Blattstiel verschmälert und trägt hier manchmal auch noch jederseits einen Zahn. Die obersten Laubblätter sind lanzettlich und ganzrandig oder beiderseits mit je einem Zahn versehen.

Die Blütezeit reicht von August bis Oktober. Die Dornige Spitzklette ist einhäusig getrenntgeschlechtig (monözisch). Die männlichen Blütenkörbchen stehen am Ende des Stängels und der Äste und sind ganz unscheinbar. Die weiblichen Blütenkörbchen stehen im oberen Stängelteil einzeln oder zu zweien am Grund eines Blattstiels und sind zweiblütig. Die eingeschlechtigen Blüten sind tief eingesenkt in den mit hakigen Hülldornen besetzten Körbchenboden. Sie sind eng umschlossen von ihren spitzen Spreublättern. Nur die Griffel ragen heraus.

Die reifen Fruchtkörbchen sind ellipsoid, 10 bis 12 Millimeter lang und an der Spitze mit einem kürzeren und einem etwas längeren Dorn versehen. Die Oberfläche ist schwach spinnwebig behaart. Frisch ist sie grünlich und glatt, reif bräunlich und höckerig. Sie ist ringsum besetzt mit zahlreichen, 2 bis 2,5 Millimeter langen, hakigen, am Ende schwanenhalsförmig gekrümmten, kahlen, bräunlichen Dornen.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 36.


Standort

Die Dornige Spitzklette kommt in Mitteleuropa auf Ruderalstandorten von Dörfern, in lückigen Unkrautfluren, an Wegrändern, auf Schutt- und Verladeplätzen vor. Sie gedeiht meist auf trockenen, nährstoffreichen, meist sandigen oder kiesigen Böden. Sie gedeiht vor allem in Pflanzengesellschaften der Ordnung Sisymbrietalia.

Verbreitung/Vorkommen

Xanthium spinosum ist ursprünglich in Südamerika verbreitet. Sie ist in vielen subtropischen und warm gemäßigten Gebieten der Welt ein Neophyt. Sie hat ausgedehnte Vorkommen in Nordamerika, Südeuropa, Südosteuropa, Vorder- und Zentralasien, in Nord- und Südafrika sowie in Australien.

In Mitteleuropa ist die Dornige Spitzklette eingebürgert in Niederösterreich, Südmähren, im Burgenland, in der Steiermark und in Slowenien. In den übrigen Gebieten Mitteleuropas ist sie meist unbeständig. In Europa wurde die Dornige Spitzklette zuerst 1689 von Tournefort in Portugal am Ufer des Tajo beobachtet, sie war dort also anscheinend damals bereits eingebürgert. Die Dornige Spitzklette entwickelt reife Früchte in dem meisten Gebieten Mitteleuropas nur an günstigen Standorten und in klimatisch günstigen Jahren.

Heimat

Südamerika
Dr. Koll Pflanzenextrakt Griffonia MacaDr. Koll Gemmoextrakt: Coryllus avellana - HaselnussDr. Koll GemmoKomplex Nr. 1Dr. Koll Gemmoextrakt: Fraxinus excelsior - Esche

Dornige Spitzklette - Garten/Anbau

Boden Beschaffenheit: sandiger Boden / Sandboden; steiniger Boden / Kies / Grus;
Boden Nährstoffgehalt: nährstoffreich;

Literatur

Bildquellenverzeichnis



Diese Webseite verwendet Cookies. Hier erfahren Sie alles zum Datenschutz