Steckbrief
Blütenfarbe: gelb; rot, rosa oder purpurn;Höhe/Länge von 50cm bis 5m
Lebensdauer: ausdauerndes Kraut (Staude);
Blattstellung: Blätter wechselständig
Blattform: länglich, linealisch, lanzettlich, spatelförmig;
Besonderheiten Blatt/Pflanze: parallele Blattnerven ( Kl.:Monocotyledoneae);
Blattrand: ganzrandig;
Blütenform: dorsiventral (zygomorph): mit nur einer Symmetrieachse
Blütenstand: Ähre (incl. Quirl)
Behaarung: ganze Pflanze nicht oder nur wenig behaart
Verholzungsgrad: Stängel krautig
Trockenfrüchte: Kapsel
Garten/Anbau
Lichtanspruch: Sonne;Boden Beschaffenheit: humoser Boden (leicht);
Die Samen sollten bei der Vermehrung, mit Schleifpapier angeschliffen und anschließend eine Nacht lang in lauwarmem Wasser verbracht werden. Zum Keimen in Saaterde stellt man diese vorzugsweise an einen warmen Ort z. B. auf einen Heizkörper.
Substrat: In Kübeln: Zuerst gibt man Granulat in einen Kübel, dann lockere, mit Hornspänen vermischte durchlässige Blumenerde.
Im Freiland bevorzugen sie humusreiche, gut durchlässige Erde.
Standort: Sonnig, windgeschützt.
Gießen und Düngen: Im Sommer vor der ersten Sonneneinstrahlung, sehr viel und regelmäßig gießen. Gedüngt wird alle 2 bis 4 Wochen ab Ende Mai.
Sie werden gerne von Erdraupen, Blattläusen und Spinnmilben befallen.
Überwinterung: Nach dem ersten Frost die Stiele etwa 10 cm über dem Boden abschneiden und die Rhizome ausgegraben. Erde und abgestorbene Rhizome entfernen. Die für die weitere Zucht vorgesehenen Rhizome mit den Augen nach oben in eine Schachtel legen und bei 6° bis 10° mit Torf oder Sand bedeckt aufbewahren. Öfter kontrollieren und wenn nötig etwas mit Wasser besprühen.
Standort
Canna bevorzugt leichte sandig-lehmige Böden, kann aber auch auf schweren Böden wachsen, soweit diese nicht nass sind. Gegenüber der Bodenreaktion (pH-Wert) ist sie indifferent.Systematik
Abteilung:Spermatóphyta - Samenpflanzen
Unterabteilung:
Angiospérmae - Bedecktsamer
Klasse:
Monocotyledóneae (Liliópsida) - Einkeimblättrige
Unterklasse:
Farinósae (Commelínidae) - Mehlsamige
Ordnung:
Zingiberáles - Ingwerartige
Familie:
Cánnaceae - Blumenrohrgewächse
Gattung: Canna
Indisches Blumenrohr - Canna indica
Familie: Cánnaceae - Blumenrohrgewächse![]() Bildquelle: Wikipedia User Muhammad Mahdi Karim |
andere Namen: Eßbare Canna, Achira, Kapacho, Australische Pfeilwurz
Canna indica ist die erste Pflanze, die in dem Werk "Species Plantarum" 1753 von dem Botaniker Carl von Linné mit einem zweiteiligen Botanischen Namen benannt wurde.
Indisches Blumenrohr (Canna indica) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Blumenrohr (Canna), der einzigen Gattung der Familie der Blumenrohrgewächse (Cannaceae).
Die ursprüngliche Verbreitung reicht von Mexiko bis Zentralamerika. Canna indica wurde bereits um 1570 in Europa als Zierpflanze eingeführt. Seit etwa 200 Jahren wird intensiv gekreuzt und so entstanden bis heute etwa 1000 eingetragene Sorten. Sie wird als Zier- und Nahrungspflanze weltweit angepflanzt und ist in vielen frostfreien Gebieten der Welt verwildert. Der Trivialname und botanische Name Indisches Blumenrohr (Canna indica) kommt durch den Irrtum des Entdeckers von „West-Indien“ (Westindische Inseln) zustande.
Verbreitung/Vorkommem
Canna indica stammt aus Südamerika; ihre Heimat liegt in Kolumbien, Venezuela, Brasilien und Argentinien sowie auf den Westindischen Inseln. Als Nutzpflanze wird sie heute vor allem auf pazifischen und westindischen Inseln sowie in Australien angebaut.Heimat
tropisches AmerikaInhaltsstoffe
Die Achira-Rhizome bestehen zu 73 % aus Wasser. Neben 24 % Stärke (lt. Franke; eine andere Quelle nennt 31 %) enthalten sie noch 1 % Eiweiß, 0,6 % Rohfaser und 1,4 % Mineralstoffe.Verwendung in der Küche
Genutzt werden von der Achira hauptsächlich die stärkehaltigen Rhizome. Die Stärke ist leicht verdaulich und deshalb als Kranken- und Kindernahrung gut geeignet. Die Knollen können roh oder gekocht verzehrt werden. Die Stärke eignet sich auch zum Backen.Sonstiges
In einigen Gegenden werden die Blätter an Nutztiere verfüttert. Die runden Samen werden in einigen Gegenden durchbohrt und als Perlen verwendet. Sie werden aber auch als Füllung von Rasseln benutzt. Von den Indianern wurden die Samen früher als Goldgewichte verwendet, ähnlich wie die Samen von Ceratonia siliqua (Karat), da sie wie diese ein konstantes Gewicht haben.Literatur
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