Acker-Trespe - Bromus arvensis

Familie: Poaceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Ackerwildkraut Archäophyt Süßgräser

<b>Acker-Trespe - <i>Bromus arvensis</i></b>
Acker-Trespe - Bromus arvensis
Bildquelle: Wikipedia User Bildoj; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;
Wiki Commons Bildbeschreibung: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bromus_arvensis.JPG


Bromus: gr. bromos = Hafer oder Windhafer; "Trespe"
arvensis: zum Acker gehörend


Acker-Trespe - Bromus arvensis; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Prof. Dr. Otto Wilhelm Thome Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz 1885, Gera, Germany">Prof. Dr. Otto Wilhelm Thome Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz 1885, Gera, Germany</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/publicdomain/deed.de" target=_blank title="Public Domain">Public Domain</a>; Acker-Trespe - Bromus arvensis; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Bildoj">Wikipedia User Bildoj</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bromus_arvensis_Claviceps_purpurea.jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bromus_arvensis_Claviceps_purpurea.jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bromus_arvensis_Claviceps_purpurea.jpg</a>Acker-Trespe - Bromus arvensis; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Nonenmac">Wikipedia User Nonenmac</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/publicdomain/deed.de" target=_blank title="Public Domain">Public Domain</a>;

Die Acker-Trespe wächst als überwinternd grüne, einjährige krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von meist 40 bis 100 (30 bis 130) Zentimetern. Es werden lockere Horste gebildet. Die Halme besitzen zwei bis fünf Nodien.

Die wechselständig am Halm angeordneten Laubblätter sind in Blattscheide und Blattspreite gegliedert. Die unteren Blattscheiden sind dicht, angedrückt weich behaart und oberen sind abstehend behaart (Indument). Die 1,5 bis 4 Millimeter langen und 1,5 bis 5 Millimeter breiten Blatthäutchen sind gefranst. Die parallelnervigen, einfachen Blattspreiten sind 10 bis 20 cm lang sowie 3 bis 6 Millimeter breit, behaart und rau.

Die Blütezeit liegt in der Schweiz im Juni sowie Juli. Der relative große, allseitswendige, rispige Blütenstand ist locker und meist 15 bis 20 (10 bis 30) Zentimeter lang sowie 10 bis 20 cm breit. Der Gesamtblütenstand besteht aus mit einer Länge von 3 bis 10 Zentimeter relativ langen, dünnen Verzweigungen, die viel länger sind als die vielen Ährchen. An jeder Verzweigung befinden sich fünf bis acht Ährchen. Die 15 bis 22 Millimeter langen und im Durchmesser 3 bis 4 mm messdenen, länglich-lanzettlichen oder schmal-lanzettlichen, meist violett-getönten Ährchen sind auch zur Fruchtzeit ausgebreitet sind und in der Spätphase etwas nickend. Die geraden oder leicht aufwärts gebogenen, dünnen Grannen sind 7 bis 10 Millimeter lang und treten mehr oder weniger am oberen Ende der Deckspelze aus. Die Ährchen enthalten meist fünf bis acht, seltener bis zwölf Blüten, die sich überlappen. Die untere Hüllspelze ist 3,2 bis 5 Millimeter lang sowie meist drei-, selten bis zu fünfnervig und die obere ist 5,2 bis 6 Millimeter lang sowie fünf- bis neunnervig. Mit einer Länge von 7 bis 9 Millimeter sind die lanzettlichen Deckspelzen höchstens so lang wie die Grannen und besitzen zwei winzige Zähne. Die Vorspelze ist etwa so lang wie Deckspelze und ihr Kiel ist bewimpert. Die Staubbeutel sind 3 bis 5 Millimeter lang.

In China reifen die Früchte zwischen Juni und August. Die schwärzlich-braunen Karyopsen weisen eine Länge von 7 bis 9 Millimeter sowie einen Durchmesser von etwa 1 Millimeter auf.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 14.

Die Acker-Trespe ist ein Therophyt und Hemikryptophyt.

Die Bestäubung erfolgt durch den Wind. Es erfolgt Windausbreitung und Klettausbreitung.


Standort

Die Acker-Trespe kommt in Deutschland zerstreut auf Ruderalflächen und nährstoffreichen Äckern vor.

Verbreitung/Vorkommen

Das Verbreitungsgebiet der Acker-Trespe erstreckt sich über Europa und Westasien und umfasst die meridionale und boreale Zone. In China kommt sie in den Provinzen Gansu sowie Jiangsu vor. Die Acker-Trespe ist in vielen Gebieten der Welt, beispielsweise in den nordöstlichen USA und in Kalifornien ein Neophyt.

Sie gilt in Deutschland als Archäophyt. In Deutschland gilt die Acker-Trespe als gefährdet.

In der Schweiz gedeiht von der kollinen bis zur montanen, selten bis zur subalpinen Höhenstufe. In der Roten Liste der gefährdeten Arten der Schweiz ist Bromus arvensis im Westjura, Mittelland, an der Alpennordflanke, in den westlichen Zentralalpen, östlichen Zentralalpen sowie im Bergell stark gefährdet; als verletzlich gilt sie an der Alpensüdflanke, im Tessin sowie Puschlav; im Ostjura ist sie regional ausgestorben.
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Acker-Trespe - Garten/Anbau

Boden Beschaffenheit: lehmiger Boden / Lehmboden; sandiger Boden / Sandboden; toniger Boden / Tonboden;
Boden Nährstoffgehalt: nährstoffreich;

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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