Trauben-Trespe - Bromus racemosus

Familie: Poaceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Süßgräser

<b>Trauben-Trespe - <i>Bromus racemosus</i></b>
Trauben-Trespe - Bromus racemosus
Bildquelle: Wikipedia User Bildoj; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;
Wiki Commons Bildbeschreibung: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bromus_racemosus.jpg


Bromus: gr. bromos = Hafer oder Windhafer; "Trespe"
racemosus: traubig

andere Namen: Traubige Trespe


Trauben-Trespe - Bromus racemosus; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User FloraUploadR">Wikipedia User FloraUploadR</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de" target=_blank title="CC0 1.0 Universell (CC0 1.0)">CC0 1.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bromus_racemosus_%E2%80%94_Flora_Batava_%E2%80%94_Volume_v7.jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bromus_racemosus_%E2%80%94_Flora_Batava_%E2%80%94_Volume_v7.jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bromus_racemosus_%E2%80%94_Flora_Batava_%E2%80%94_Volume_v7.jpg</a>

Die Trauben-Trespe ist eine ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von meist 45 bis 180 Zentimeter. Sie wächst rasenförmig. Der aufrechte bis aufsteigende Halm ist kahl oder höchstens kurz flaumig behaart und besitzt drei bis fünf Knoten (Nodien).

Die am Halm wechselständig angeordneten Laubblätter sind in Blattscheide und Blattspreite gegliedert. Die unteren Blattscheiden sind steif mit rückwärts gerichteten Trichomen behaart und die oberen geschlossenen Blattscheiden sind meist kahl Die Blattscheiden besitzen sichelförmige Öhrchen. Das häutige, ausgefranste Blatthäutchen (Ligula) ist 3 bis 6 mm lang und ist nicht bewimpert. Die überhängenden, einfachen, dunkelgrünen Blattspreiten sind 20 bis 60 cm und 6 bis 16 mm breit. Die raue Spreitenoberfläche ist kahl bis spärlich flaumig behaart.

Die Blütezeit reicht von Juni bis Juli. Der Blütenstandsschaft ist im oberen Bereich flaumig behaart. Im offenen, nickenden, rispigen Blütenstand ist im Umriss länglich mit einer Länge von 15 bis 50 cm und in ihm stehen viele Rispenäste. Die unteren Rispenäste hängen und sind gebogen; je weiter oben sich die Rispenäste befinden umso aufrechter sind sie. Die 0,5 bis 3 cm langen Rispenäste stehen abwechselnd auf gegenständigen Seiten der vierkantigen Blütenstandsachse. An den Rispenästen befinden sich ein bis neun Ährchen, an den obersten nur eines. Die fertilen Ährchen stehen einzeln an fadenförmigen, 6 bis 30 mm langen Stielen. Die im Umriss länglichen, 2 bis 4,5 cm langen und 4 bis 6 mm breiten Ährchen sind seitlich abgeflacht und brechen während der Anthese auf. In den Ährchen stehen meist vier bis acht, selten bis zu elf dicht Blüten zusammen. Die obersten Blüten eines Ährchens sind reduziert. Die obersten Ährchen sind steril, sehen aber wie die fertilen aus, nur dass ihre Blüten nicht voll entwickelt sind.

Die Blüten besitzen den typischen Aufbau der Grasblüten. Die zwei ungleichen, gekielten Hüllspelzen sind haltbar, pergamentartig und kürzer als die Ährchen. Die untere Hüllspelze ist 0,6 bis 0,7 mal so lang wie die obere. Die untere Hüllspelze ist 6 bis 9 mm lang, linealisch mit zugespitztem oberen Ende und nur einem erkennbaren Nerv. Die obere Hüllspelze ist 9 bis 12 mm lang, lanzettlich mit spitzem oberen Ende und besitzt drei bis fünf erkennbaren Nerven. Die obere Hüllspelze ist 0,7 bis 0,9 mal so lang wie die angrenzende Deckspelze. Die 10 bis 15 mm lange, längliche Deckspelze ist borstig behaart, pergamentartig, am Rand viel dünner, fünfnervig und es können nicht bis mehr oder weniger stark gekielt sein; ihr oberes Ende ist ganz. Die Deckspelze besitzt etwas unterhalb ihrem oberen Ende eine 4 bis 11 mm lange Granne. Die Vorspelze ist 0,8 mal so lang wie die Deckspelze und ihr Kiel ist beschuppt. Es sind zwei freie häutige Schwellkörperchen (Lodiculae) vorhanden. Die Staubbeutel sind 3 mm bis 4,5 lang. Der Fruchtknoten besitzt ein fleischiges Anhängsel oberhalb der Ansatzstelle des Griffels und ist im oberen Bereich flaumig behaart.

Die linealische Karyopse weist ein behaartes, fleischiges oberes Ende auf und das Perikarp ist anhaftend. Das linealische Hilum ist gleich lang wie die Karyopse.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 14, 28 oder 56.


Standort

Die Trauben-Trespe braucht grundwasser- oder sickerfeuchte, ziemlich stickstoff- und basenhaltige, aber oft kalkarme Lehmböden. Sie gedeiht am besten mit Frühjahrswärme und leidet unter Spätfrösten. Sie besiedelt feuchte Fettwiesen.

Verbreitung/Vorkommen

Das eurasiatische Verbreitungsgebiet reicht von Europa sowie Nordafrika über den Kaukasus sowie Westasien bis Sibirien nach Russlands Fernen Osten sowie von Afghanistan sowie Bhutan bis Indien und die chinesischen Provinzen Gansu, Qinghai, Xinjiang sowie Xizang. Die Trauben-Trespe ist ein subatlantisches bis submediterranes Florenelement, das von Nordspanien bis Mittelengland und Südskandinavien durch ganz Europa bis zum Kaukasus auftritt. Vorkommen liegen beispielsweise im Gebiet der unteren Wolga und in den Flussebenen der Wolga bis Terek im Nordosten des Kaspischen Meeres, im Nordiran und in Zentralasien. Bromus racemosus ist in Nordamerika (besonders in den nordwestlichen USA) und Neuseeland ein Neophyt.

Im europäischen Tiefland westlich der Elbe ist sie selten, östlich und nördlich kommt sie zerstreut vor, ebenso an der Nordschwelle der Mittelgebirge; in tieferen Lagen der Mittelgebirge mit kalkarmem Gestein, in Oberschwaben, im Schweizer Mittelland und im außeralpinen Österreich ist sie selten und fehlt gebietsweise dort ganz. Sie fehlt auch in den Alpen und am Alpennordfuß.
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Trauben-Trespe - Garten/Anbau

Boden Beschaffenheit: kalkarmer / kalkfreier Boden; lehmiger Boden / Lehmboden;
Boden Nährstoffgehalt: mäßig basenreich; mäßig nährstoffreich;

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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