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Vielsamiger Gänsefuß

Chenopodium polyspermum L.

Es handelt sich um einjährige krautige Pflanzen, deren Stängel zwischen 15 und 60 cm lang werden. Sie können sowohl aufrecht wie niederliegend wachsen und sind meist stark verzweigt. Die Pflanzen sind weder behaart noch mehlig bestäubt und fast geruchlos.

Samen

Die deutlich gestielten, eiförmig-elliptischen und vorne abgerundeten Laubblätter des Vielsamigen Gänsefußes sind im Gegensatz zu denen der meisten anderen Gänsefuß-Arten vollkommen ganzrandig und haben eine frisch grüne bis gelblichgrüne Farbe. Der Blattrand ist, wie auch der vierkantige Stängel, oft rötlich überlaufen. Die untersten Blätter sind gegenständig, die oberen dann wechselständig.

Die ebenfalls grünlichen bis rötlichen Blüten, die zwischen Juli und September erscheinen, sind in endständigen und blattachselständigen ährenähnlichen Blütenständen angeordnet, die wiederum aus kugeligen Teilblütenständen bestehen. Die Blüten sind zwittrig oder rein weiblich. Die Blütenhülle besteht aus (vier bis) fünf hautrandigen und ungekielten Perigonblättern, die fast bis zum Grund getrennt sind. In zwittrigen Blüten sind ein bis drei (bis fünf) Staubblätter vorhanden. Der Fruchtknoten trägt zwei Narben.

Die rötlichbraunen bis dunkelbraunen Nussfrüchte sind etwa 1 mm breit, und im offen stehenden, zur Fruchtzeit unveränderten Perigon sichtbar. Die Fruchthülle ist häutig. Der Same steht horizontal, ist rundlich bis flach-kugelförmig und besitzt eine wellig gestreifte Samenschale.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 18.

Standort

Er wächst an nährstoffreichen, nicht zu trockenen Stellen, beispielsweise an Ufern von langsam fließenden oder stehenden eutrophen Gewässern. Dort ist er eine der Charakterarten der Pflanzengesellschaften: Knöterich-Uferflur-Gesellschaften (Polygono-Chenopodietalia) und der Zweizahn-Teichufer-Gesellschaften (Bidention tripartitae).

Verbreitung & Vorkommen

Der Vielsamige Gänsefuß kommt in Europa und den gemäßigten Gebieten Westasiens vor. In verschiedene Gebiete Nordamerikas wurde er eingeschleppt, ist dort somit ein Neophyt.

Außerdem findet man ihn zum Beispiel auf nicht zu trockenen Äckern, an frischen Ruderalstellen oder als „Unkraut“ in Gärten.

Aus derselben Gattung (Chenopodium)

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