Die Sumpf-Siegwurz ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 30 bis 60 Zentimeter erreicht. Als Überdauerungsorgane bildet dieser Geophyt Knollen. Der Stängel ist unverzweigt. Mehrere Laubblätter stehen grundständig, eines befindet sich weiter oben am Stängel. Die Blätter sind kürzer als der Stängel, einfach, parallelnervig, schwertförmig und 4 bis 9 mm breit.
In einseitswendigen Blütenständen stehen meist zwei bis sechs Blüten zusammen. Die zwittrigen Blüten sind dreizählig. Die purpurroten Blütenhüllblätter sind 3 cm groß, am Grund zu einem gebogenen Trichter verwachsen. Die unteren inneren Blütenhüllblätter besitzen einen weißen, rot umrandeten Längsstreifen.
Die Sumpf-Siegwurz blüht von Mitte Juni bis Juli. Sie wird von Hummeln bestäubt. Es werden Kapselfrüchte gebildet.
Standort
Sumpf-Siegwurz ist in Höhenlagen von 0 bis 1500 Meter anzutreffen. Bevorzugte Lebensräume sind Moorwiesen und Moorwälder, sie wächst auf wechselfeuchten, eher nährstoffarmen, aber basenreichen und humosen Böden. Es ist eine Charakterart der Streuwiesen (Molinion), man findet die Sumpf-Siegwurz aber auch auf Halbtrockenrasen (Mesobromion) und in Kalk-Trockenkiefernwäldern (Erico-Pinion).
Verbreitung & Vorkommen
Diese Art ist beheimatet in Mitteleuropa, und überwiegend in den Alpen selten bis zerstreut anzutreffen. Sie kommt in Ostfrankreich, der Schweiz, in Süd- und Ostdeutschland, Tschechien, Slowakei und in Polen vor. Weiter in den italienischen Südalpen, Österreich und Ungarn und etwas verbreiteter im Balkangebiet. Weitere Standorte sind in Osteuropa. Das größte bekannte deutsche Vorkommen ist auf der Königsbrunner Heide südlich von Augsburg zu finden.
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