Kleines Habichtskraut - Hieracium pilosella

Familie: Asteraceae
Steckbrief | Systematik

<b>Kleines Habichtskraut - <i>Hieracium pilosella</i></b>
Kleines Habichtskraut - Hieracium pilosella
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Hieracium: gr. hierax = Habicht, Abl. aus der gr. Mythologie (die Ha­bich­te schärfen ihre Schnäbel an den Blü­ten); "Ha­bichtskraut"
pilosellus: behaart, haarig

andere Namen: Mausohr-Habichtskraut


Kleines Habichtskraut - Hieracium pilosella; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Carl Axel Magnus Lindman Bilder ur Nordens Flora 1901-1905">Carl Axel Magnus Lindman Bilder ur Nordens Flora 1901-1905</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/publicdomain/deed.de" target=_blank title="Public Domain">Public Domain</a>; Kleines Habichtskraut - Hieracium pilosella; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Icerge">Wikipedia User Icerge</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Hieracium_pilosella_(Mouse-ear).jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Hieracium_pilosella_(Mouse-ear).jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Hieracium_pilosella_(Mouse-ear).jpg</a>

Das Kleine Habichtskraut wächst als ausdauernde, krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 5 bis 30 Zentimetern. Es werden bis zu 30 Zentimeter lange, oberirdische Ausläufer mit Tochterrosetten gebildet. Der graufilzige Stängel ist blattlos. Die schmal-eiförmigen, ganzrandigen Laubblätter bilden eine Grundrosette. Sie sind an der Oberseite mit langen Haaren bedeckt, unterseitig graufilzig.

Die Blütezeit ist von Mai bis Oktober. Es werden einzeln stehende körbchenförmige Blütenstände gebildet, die einen Durchmesser von 2 bis 3 Zentimetern besitzen. Die graufilzigen Hüllblätter sind bei einer Breite von 1 bis 2 Millimetern linealisch. Die Blütenkörbe enthalten nur bis zu 64 hellgelbe Zungenblüten. Außen stehende Einzelblüten sind häufig rot gestreift.

Die ungeschnäbelte Achänen besitzen einen Pappus gebildet. Die Fruchtreife ist von Juli bis September.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 18, 27, 36, 45, 54, 63, 81 oder 90.

Ökologie

Das Kleine Habichtskraut ist eine Rosettenpflanze. Die Vegetative Vermehrung erfolgt durch Ausläufer mit Tochterrosetten.

Bei Trockenheit werden die Blätter eingerollt, wobei die helle, Licht reflektierende Unterseite nach außen weist, um die Erwärmung zu verringern.

Blütenökologisch handelt es sich um „Körbchenblumen vom Leontodon-Typ“. Hauptbestäuber sind Vertreter der Gattung der Zottelbienen (Panurgus), die die Pollen mit den ganzen Beinen auskämmen. Die Randbereiche der Blüten reflektieren das UV-Licht, was die Blüten für Bestäuber im Gegensatz zum sonst ähnlichen Wald-Habichtskraut (Hieracium murorum) zweifärbig erscheinen lässt. Die Blüten sind bei Sonne von 8:00 bis 15:00 Uhr geöffnet. Spontane Selbstbestäubung ist erfolgreich, jedoch entstehen die Samen meist apomiktisch.

Die Achänen werden durch den Wind vertragen oder am nassen Fell von Tieren haften bleiben. Als Schirmchenflieger haben die Früchte eine Sinkgeschwindigkeit von 20 cm pro Sekunde; damit sind Flugweiten über 10 km möglich. Die Hauptausbreitung erfolgt wohl als Wasserhafter.


Standort

Die Art ist eine Lichtpflanze, die stickstoffsalzarme Böden bevorzugt. Man findet sie häufig auf Trockenrasen, in Heiden, an Wegen und Rainen, in lichten Wäldern und in Felsspalten.

Verbreitung/Vorkommen

Das Kleine Habichtskraut ist in ganz Europa verbreitet, außerdem in Asien im Kaukasus und in Westsibirien. In Neuseeland, den Vereinigten Staaten und Kanada wurde sie eingeführt.
Fella-Entoxin®Adenolin-Entoxin® NN
Erkältungs-Entoxin®Broncho-Entoxin® N

Kleines Habichtskraut - Garten/Anbau

Boden Beschaffenheit: sandiger Boden / Sandboden; steiniger Boden / Kies / Grus;
Boden PH-Wert: neutral;
Boden Feuchte: mäßig trocken; trocken;
Boden Nährstoffgehalt: nährstoffarm;

Sonstiges

Die Art vermehrt sich sowohl vegetativ als auch durch Bestäubung. Hauptbestäuber sind Vertreter der Gattung der Zottelbienen (Panurgus), die die Pollen mit den ganzen Beinen auskämmen. Die Randbereiche der Blüten reflektieren das UV-Licht, was die Blüten für Bestäuber im Gegensatz zum sonst ähnlichen Wald-Habichtskraut (Hieracium murorum) zweifärbig erscheinen lässt. Die Blüten sind bei Sonne von 8:00 bis 15:00 Uhr geöffnet. Spontane Selbstbestäubung ist erfolgreich, jedoch entstehen die Samen meist apomiktisch.

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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