Herbst-Löwenzahn - Leontodon autumnalis

Familie: Korbblütler

Kategorie: Alpenpflanze  

Herbst-Löwenzahn Info

Leontodon: gr. leon = Löwe, odontos = Zahn (wg. der Blatt­form); "Lö­wen­zahn"
autumnalis: herbstlich

andere Namen: Syn.: Scorzoneroides autumnalis (L.), Herbst-Leuenzahn, Herbst-Schuppenlöwenzahn

Der Herbst-Löwenzahn wächst als ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 5 bis 60 Zentimetern. Der einzelne oder die zahlreichen Stängel sind verzweigt. Die meist kahlen Laubblätter sind im Umriss lanzettlich mit einer Länge von 2 bis 30 Zentimetern sowie einer Breite von 3 bis 30 Millimetern. Sie sind buchtig gezähnt bis tief fiederschnittig; ihre Abschnitte sind schmal lanzettlich oder linealisch; sie sind abstehend oder zurückgebogen.

Die oben allmählich verdickten und oberwärts schuppigen Blütenstandsschäfte tragen ein bis sieben Blütenkörbe. Die körbchenförmigen Blütenstände stehen vor dem Aufblühen aufrecht. Im Gegensatz zum Gewöhnlichen Löwenzahn ist der Blütenstandsschaft des Herbstlöwenzahnes nicht hohl. Die Hülle (Involucrum) des Blütenkörbes ist 7 bis 12 Millimeter lang und 7 bis 11 Millimeter breit. Die Blütenkörbe enthalten nur Zungenblüten. Die äußeren Zungenblüten besitzen auf der Außenseite einen rötlichen Streifen.

Die Achänen sind rotbraun, zylindrisch, etwas nach oben verschmälert und 3,5 bis 7 Millimeter lang.

Die Blütezeit reicht von Juli bis September. Fruchtreife ist von August bis November.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 12 oder 24.

Der Herbst-Löwenzahn ist ein Hemikryptophyt und eine Halbrosettenpflanze.

Die Randblüten haben nur im oberen Teil eine UV-Reflexion, die Körbchen sind daher für die Bestäuberinsekten innen dunkel und erscheinen am Rand hell. Die Kronröhre ist kurz, so dass verschiedene Insekten als Bestäuber in Frage kommen.

Die Früchte sind Achänen, deren Pappusstrahlen sich bei Nässe hygrochas spreizen. Sie breiten sich als Schirmchenflieger und Wasserhafter aus. Pro Blütenkörbchen entstehen zwischen 165 und 233 Früchte.


Standort

Der Herbst-Löwenzahn wächst vorzugsweise auf nährstoffreichen, meist kalkarmen Wiesen und Weiden, Parkrasen, trockenen Salzwiesen und an Wegrändern. Er ist in Mitteleuropa eine schwache Cynosurion-Verbandscharakterart, kommt aber auch in Gesellschaften der Verbände Agropyro-Rumicion oder Polygonion avicularis vor. Die Unterart Scorzoneroides autumnalis subsp. borealis gedeiht besonders in Gesellschaften des Verbands Poion alpinae.

Verbreitung/Vorkommen

Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet des Herbst-Löwenzahns umfasst Europa und Sibirien. In Nordamerika, Argentinien, Chile, Neuseeland, Island und im fernöstlichen asiatischen Russland ist er ein Neophyt.

In den Allgäuer Alpen steigt der Herbst-Löwenzahn im Kleinen Walsertal auf der Oberen Zwerenalpe an der Kanzelwand bis in eine Höhenlage von 1850 Meter auf.

Herbst-Löwenzahn Steckbrief

Blütenfarbe: gelb;
Höhe/Länge von 15cm bis 50cm
Blütezeit von Juli bis September
Lebensraum: (Fett-) Wiesen und Weiden; Gärten und Parks; Gebirge; gestörte Standorte: Schutt- und Kiesplätze, Wege, Straßenränder, Unkrautfluren, Stadt, Pflasterritzen, u.a.;
Blütenstand: Köpfchen, Körbchen
Blattstellung: grundständige Blattrosette / Blätter
Blattspreite: geteilt
Blattrand: gesägt; gezähnt;
Besonderheiten Blatt/Pflanze: Pflanze mit Milchsaft;
Trockenfrüchte: Achäne
Lebensdauer: ausdauerndes Kraut (Staude);
Höhenstufen: Hochlage (1500-3000m); Mittellage (450-1500m);
Höhenstufe max. in den Alpen: 1900m
Lichtbedarf: Licht;
Nährstoffbedarf: nährstoffreich;
Bodenart: kalkarmer / kalkfreier Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; salzertragend;
Bodenfeuchte: frisch; mäßig feucht;

Herbst-Löwenzahn Systematik

Abteilung:
Spermatophyta - Samenpflanzen
Unterabteilung:
Angiospermae - Bedecktsamer
Klasse:
Dicotyledoneae (Magnoliopsida) - Zweikeimblättrige
Unterklasse:
Asteridae - Asternähnliche
Ordnungsgruppe:
Campanulatae - Glockenblütige
Ordnung:
Asterales - Asternartige
Familie:
Asteraceae
Gattung:
Leontodon
Art:
autumnalis

Herbst-Löwenzahn Garten / Anbau

Lichtanspruch: Licht;
Boden Beschaffenheit: kalkarmer / kalkfreier Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; salzertragend;
Boden Feuchte: frisch; mäßig feucht;
Boden Nährstoffgehalt: nährstoffreich;
Dr. Koll Gemmoextrakt: Schwarzerle – Alnus glutinosaGemmoextrakt: Vaccinium myrtillus - HeidelbeereDr. Koll GemmoKomplex Nr. 3Dr. Koll Gemmoextrakt: Juglans regia - Walnussbaum

Literatur

Bildquellenverzeichnis


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