Feld-Hainsimse - Luzula campestris

Familie: Binsengewächse - Juncaceae

Kategorie: Alpenpflanze  Sauergräser  

Feld-Hainsimse Info

Luzula: Deminutiv zu lat. lux = Licht (Mark als Dochte für Öl­lampen ver­wendet); "Hainsimse"
campestris: auf dem Feld

Die Feld-Hainsimse ist ein sommergrüner, mehrjähriger, Hemikryptophyt mit lockerrasigem Wuchs. Sie erreicht Wuchshöhen zwischen 5 und 30 Zentimetern und breitet sich mit kurzen bis langen unterirdischen Ausläufer aus. Die Stängel wachsen starr aufrecht. Die grundständigen Blätter sind grasartig und je nach Standort unterschiedlich breit. Die Blattspreiten sind bewimpert und am Ende stumpf.

Der kompakte, aufrechte Blütenstand besteht aus zwei bis fünf, selten auch mehr, sitzenden oder gestielten, kopfigen mehrblütigen Ährchen, wovon mindestens ein Ährchen zur Fruchtreife deutlich zurückgebogen ist. Die oberen Stängelblätter sind etwa so lang wie der Blütenstand. Die Perigonblätter sind bis zu 3 Millimeter lang und lanzettlich zugespitzt. Sie sind etwa gleich groß und rötlich bis braun gefärbt mit weißem Hautrand. Die Staubbeutel sind etwa viermal so lang als die Staubfäden. Die Griffel sind länger als der Fruchtknoten. Die Frucht ist stumpf eiförmig mit kurzer Spitze. Sie ist braun und etwa so lang wie die Blütenblätter. Die 1,7 Millimeter langen Samen tragen große, fast 1 Millimeter breite Anhänge (Elaiosomen). Die Feld-Hainsimse ist ein Frühblüher und blüht bereits im März und April.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 12.

Ökologie

Die Feld-Hainsimse ist eine Halblichtpflanze. Ihr ökologischer Schwerpunkt liegt auf sauren, kalkarmen, stickstoffarmen bis -ärmsten, trockenen bis feuchten Böden. Sie ist ein Versauerungs- und Magerkeitszeiger. Die langlebigen Samen können von Ameisen ausgebreitet werden (Myrmekochorie) und werden nicht selten von Tieren gefressen (Endozoochorie) oder bleiben auf Grund ihrer leichten Klebwirkung am Fell oder im Gefieder von Tieren haften (Epizoochorie).


Standort

Sie wächst in mäßig trockenen Sand- und Silikatmagerrasen, Frischwiesen und -weiden, Zwergstrauchheiden und Borstgrasrasen, auch in Feuchtwiesen. Sie ist eine schwache Chakaterart der Klasse Nardo-Callunetea, kommt aber auch in Gesellschaften der Ordnung Arrhenatheretalia oder des Verbands Mesobromion vor. In den Allgäuer Alpen steigt sie bis zu 1300 oder 1400 Metern Meereshöhe auf.

Verbreitung/Vorkommen

Das natürliche Verbreitungsgebiet dieses Binsengewächses umfasst Europa und Nordwestafrika. Sie ist inzwischen überall eingeführt.

Feld-Hainsimse Steckbrief

Blütenfarbe: grün, braun oder unscheinbar;
Höhe/Länge von 5cm bis 30cm
Blütezeit von März bis April
Lebensraum: (Fett-) Wiesen und Weiden; Halbtrockenrasen; Heide; Magerrasen; Magerwiesen;
Blattstellung: mittlere Stängelblätter wechselständig
Blattspreite: ungeteilt
Blattrand: ganzrandig;
Häufigkeit: zerstreut
Lebensdauer: ausdauerndes Kraut (Staude);
Höhenstufen: Ebene / Tiefland (0-450m); Hochlage (1500-3000m); Mittellage (450-1500m);
Höhenstufe min: 0m
Höhenstufe max. in den Alpen: 1400m
Nährstoffbedarf: nährstoffarm;
Bodenart: sandiger Boden / Sandboden; Silikatboden;

Feld-Hainsimse Garten / Anbau

Boden Beschaffenheit: sandiger Boden / Sandboden; Silikatboden;
Boden Nährstoffgehalt: nährstoffarm;
Gemmoextrakt: Rubus idaeus - HimbeereDr. Koll Gemmoextrakt: Schwarzerle – Alnus glutinosaDr. Koll Pflanzenextrakt: Gerstengras – Hordeum vulgareDr. Koll GemmoKomplex Nr. 2

Literatur

Bildquellenverzeichnis


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