Salz-Teichsimse - Schoenoplectus tabernaemontani

Familie: Cyperáceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Salzpflanze Sauergräser

<b>Salz-Teichsimse - <i>Schoenoplectus tabernaemontani</i></b>
Salz-Teichsimse - Schoenoplectus tabernaemontani
Bildquelle: Wikipedia User Fabelfroh; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;

Schoenoplectus: gr. schoinos = Binse, plektron = Sporn; "Simse"
tabernaemontanus: n. J.T.Tabernaemontanus (= aus Berg­zabern) (gest. 1590)

Die über 200 Arten der Gattung Cuscuta sind fast weltweit verbreitet. Sie besitzen kein Blattgrün und ernähren sich parasitisch von anderen Pflanzenarten. Seide oder auch Teufelszwirn (Cuscuta) ist die einzige Gattung der Tribus Cuscuteae innerhalb der Pflanzenfamilie der Windengewächse (Convolvulaceae). Weitere deutsche Trivialnamen sind Jungfernhaar, Kletterhur, Schmarotzerseide und Hexenseide.

Salz-Teichbinsen sind ausdauernde, krautige Pflanzen, die Wuchshöhen von 80 bis 150 (selten 250) Zentimetern erreichen. Sie besitzen lange, dicke, unterirdisch kriechende Rhizome als Überdauerungsorgan. Ihr bis oben meist stielrunder Stängel ist grau- bis blaugrün gefärbt. Die Blattscheiden befinden sich am Grund des Sprosses und weisen kurze, nur selten über zehn Zentimeter lange Blattspreiten auf. Der spirrige Blütenstand erscheint im Juni und Juli, besteht aus relativ wenigen (bis über 50) Ährchen und hat einen Durchmesser von höchstens acht Zentimetern. Er ist damit kleiner, dichter und blütenärmer als bei der Gewöhnlichen Teichbinse. Die braunen Spelzen besitzen zahlreiche rote Warzen, insbesondere auf und um den Mittelnerv. Es werden stets zwei Narben ausgebildet. Die Nüsschen sind linsenförmig und 2 bis 2,5 mm lang.


Standort

Die Salz-Teichbinse bildet eigene Dominanzbestände oder wächst in Röhrichtgesellschaften stehender oder fließender Gewässer, etwa an Gräben, Bächen, Teichen (besonders Klärteiche), Tümpeln sowie in Quellsümpfen. In Flussmündungen der Küsten besiedelt sie tidebeeinflusste Brack- und Süßwasserröhrichte, kommt in Marschgräben und auf Spülflächen vor. Bevorzugt werden stark wechselnasse bis überschwemmte, nährstoff- und basenreiche (manchmal kalkhaltige), schlammige Sand- und Lehmböden, die auch salzhaltig sein können. Diese Salztoleranz bedingt Verbreitungsschwerpunkte in Küstengebieten, an Flussunterläufen sowie an Salzstellen des Binnenlandes und in Gipskeupergebieten. Außerhalb davon fehlt diese Pflanze über weite Strecken, beispielsweise im Bergland.

Verbreitung/Vorkommen

Die Art ist in Europa und Teilen Asiens verbreitet, soll aber auch in Nordwestafrika sowie in Australien mit Tasmanien und in Neuseeland vorkommen. In Mitteleuropa tritt sie zerstreut bis relativ selten auf, in den Küstenregionen häufiger.
Dr. Koll Gemmoextrakt: Ficus carica - Feige
Dr. Koll Gemmoextrakt: Coryllus avellana - HaselnussDr. Koll Gemmoextrakt: Vitis vinifera - WeinrebeDr. Koll Pflanzenextrakt: Chlorella - Dr. Koll

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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