Zwerg-Mehlbeere - Sorbus chamaemespilus

Familie: Rosaceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Garten Laubbaum Alpenpflanze Pionierpflanze

<b>Zwerg-Mehlbeere - <i>Sorbus chamaemespilus</i></b>
Zwerg-Mehlbeere - Sorbus chamaemespilus
Bildquelle: Wikipedia User Josve05a; Bildlizenz: CC BY 2.0;
Wiki Commons Bildbeschreibung: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Chamaemespilus_alpinus_(13971826398).jpg


Sorbus: lat. Name des Speierlings, evtl. von lat. sorbere = schlür­fen, kelt. sor = herb, arab. sorbet = ur­sprüngl. ein Getränk aus den Früch­ten des Spei­er­lings (Sorbus domestica); "Vogelbeere", "Eber­esche", "Speierling"

andere Namen: Syn.: Chamaemespilus alpinus, Berg-Mehlbeere


Zwerg-Mehlbeere - Sorbus chamaemespilus; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Anton Hartinger, Atlas der Alpenflora 1882">Anton Hartinger, Atlas der Alpenflora 1882</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; Zwerg-Mehlbeere - Sorbus chamaemespilus; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Josve05a">Wikipedia User Josve05a</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.0 Unported (CC BY-SA 2.0)">CC BY 2.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Chamaemespilus_alpinus_(8865973443).jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Chamaemespilus_alpinus_(8865973443).jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Chamaemespilus_alpinus_(8865973443).jpg</a>Zwerg-Mehlbeere - Sorbus chamaemespilus; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Josve05a">Wikipedia User Josve05a</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.0 Unported (CC BY-SA 2.0)">CC BY 2.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Chamaemespilus_alpinus_-_Flickr_-_peganum.jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Chamaemespilus_alpinus_-_Flickr_-_peganum.jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Chamaemespilus_alpinus_-_Flickr_-_peganum.jpg</a>

Die Zwerg-Mehlbeere ist ein sommergrüner, 1 bis 1,5 selten auch bis 3 Meter hoher, mäßig verzweigter und oft buschiger Strauch. Die Rinde junger Zweige ist rotbraun und zeigt große, helle Korkporen. Sie sind schwach kantig oder gerieft, anfangs mit filzigem Haar bedeckt, das später verloren geht. Die Winterknospen sind eiförmig bis länglich-eiförmig und 7 bis 10 Millimeter lang, die Knospenschuppen grünlichbraun, bewimpert oder wollig behaart. Es wird stets eine Endknospe gebildet. Die Blätter stehen wechselständig. Die ledrige Blattspreite ist einfach und 3 bis 7 Zentimeter lang, länglich eiförmig bis elliptisch und an der Basis breit keilförmig bis abgerundet. Es werden sechs bis neun Nervenpaare gebildet. Die Blattoberseite ist kahl und glänzend, die Unterseite mehr oder weniger blaugrün, kahl bis etwas weißfilzig. Der Blattrand ist gleichmäßig gezähnt. Der Blattstiel wird 5 bis 10 Millimeter lang. Die Nebenblätter werden früh abgeworfen.

Die rosafarbenen bis rötlichen Blüten stehen in dichten, filzig behaarten Schirmrispen am Ende junger Triebe. Die fünfzähligen Kelchblätter der Einzelblüte sind schmal und dreieckig und bis 1,5 Millimeter lang. Die Kronblätter stehen aufrecht und werden 4 bis 5 Millimeter lang. Sie sind eiförmig, hellrosa bis rot und unscheinbar. Die zwanzig Staubblätter sind kürzer als die Krone. Es werden zwei fast vollständig verwachsene Fruchtblätter mit zwei Griffel gebildet. Blütezeit ist im Juni und Juli. Die Staubblätter reifen entweder nach (Protogynie) oder gleichzeitig mit den Narben (Homogamie).

Die reifen Früchte sind verkehrt eiförmig bis kugelig, 12 bis 15 Millimeter groß und von braunroter bis scharlachroter Farbe. Die Kelchblätter verbleiben an der Frucht. Das Fruchtfleisch enthält keine Steinzellen und ist essbar. Jede Frucht enthält meist vier, 6 Millimeter große, dunkelbraune Samen. Die Früchte reifen im August und September.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 34.


Standort

Sie ist die Charakterpflanze der Schneeheide-Alpenrosengesellschaft, und wächst zusammen mit der Alpen-Waldrebe, der Gebirgs-Rose, dem Echten Seidelbast und der Alpen-Heckenkirsche. Man findet sie in Kiefern- und lichten Lärchenwäldern, in Hochstaudenfluren und Latschenbeständen. Sie gedeiht auf lockeren, humosen, flach- bis mittelgründigen, meist steinigen Lehmböden meist auf karbonathaltigen Gestein. Sie bevorzugt vollsonnige und sommerwarme Standorte in Höhenlagen von 800 bis 2000 Metern.

Verbreitung/Vorkommen

Das Verbreitungsgebiet der Zwerg-Mehlbeere erstreckt sich über die Gebirge Mittel– und Südeuropas, man findet sie in den Pyrenäen, im Jura, in den Alpen, im nördlichen Apennin, in den Karpaten und im Dinarischen Gebirge. In Mitteleuropa tritt sie auch im Schweizer Jura, in den Vogesen, im Schwarzwald und im Nordalpenraum auf.
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Zwerg-Mehlbeere - Garten/Anbau

Boden Beschaffenheit: +/- humoser Boden; kalkhaltiger / kalkreicher Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; steiniger Boden / Kies / Grus;
Boden PH-Wert: mäßig sauer; mild;
Boden Feuchte: mäßig trocken;
Boden Nährstoffgehalt: basenreich;

Sonstiges

Durch die aufrechte Stellung der Kronblätter erreichen nur Bienen, Wespen und langrüsselige Fliegen den Nektar, der zusammen mit Pollen in großen Mengen gebildet wird. Die reifen Früchte sind essbar und werden von Vögeln und Säugetieren verzehrt, die dadurch auch die Samen verbreiten.

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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