Balsam-Wucherblume - Tanacetum balsamita

Familie: Asteraceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Heilpflanze Wildgemüse

<b>Balsam-Wucherblume - <i>Tanacetum balsamita</i></b>
Balsam-Wucherblume - Tanacetum balsamita
Bildquelle: Wikipedia User KorAn; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;

Tanacetum: mittelalterlicher Pflanzenname (tanazita), Abl. un­klar; "Rain­farn"

andere Namen: Frauenminze, Balsamkraut, Marienblatt


Balsam-Wucherblume - Tanacetum balsamita; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Cillas">Wikipedia User Cillas</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>;

Die Frauenminze ist eine mehrjährige, krautige Pflanze mit kräftigem Wurzelwerk. Über ihr Rhizom bildet sie Ausläufer, die große Horste bilden. Die verzweigten und flaumig behaarten Stängel erreichen eine Wuchshöhe zwischen 80 und 150 Zentimetern. Die lederigen, ungeteilten, länglich bis eiförmigen, am Rand gesägten, bläulich-grünen Laubblätter werden bis zu 20 Zentimeter lang, sind lang gestielt und auf der Unterseite fein behaart.

Die erst spät im Sommer erscheinenden doldigen Rispen enthalten viele gelb-grüne Röhrenblüten, die einen Durchmesser von 4 bis 8 Millimetern haben und stark ätherisch riechen. Zungenblüten fehlen meist.


Verbreitung/Vorkommen

Diese Pflanzenart stammt ursprünglich aus dem Kaukasus, ist aber in Südeuropa als Archaeophyt eingebürgert worden und findet sich heute verwildert auch im deutschsprachigen Raum .

Inhaltsstoffe

Die Pflanze enthält zahlreiche ätherische Öle, darunter Kampfer und Thujon.

Verwendung in der Pflanzenheilkunde

Das erste neuzeitliche Kräuterbuch, das die Frauenminze erwähnt, ist das erstmals im Jahr 1539 erschienene Das Kreütter Buch, Darinn Underscheidt, Namen vnnd Würckung der Kreutter, Stauden, Hecken vnnd Beumen … von Hieronymus Bock, der nicht nur eine ausführliche Beschreibung der Pflanze liefert, sondern auch ihre Anwendung als innerliches und äußerliches Heilmittel beschreibt: In „wein gesotten vnnd getruncken“ helfe sie gegen verschiedene tierische Gifte, „stillet auch den bauchfluss/vnd das Grimmen im leib“, äußerlich angewendet als „Fomenta und schweissbäder auss dem kraut“ sei die Frauenminze menstruationsfördernd und schmerzstillend; „Das kraut zerstossen vnd pflasters weiss auffgelegt/zertheilt die harten knollen/vnd andere geschwulst“ .

Conrad Gesner erwähnt im Jahr 1561 die Frauenminze in seinem Werk Horti Germaniae unter dem Namen ovaria (Eierkraut), wohl weil – wie Marzell annimmt – „die Blätter als Gewürz zu Eierspeisen in der Küche verwendet wurden“ . Die Pflanze wurde ab dieser Zeit bis in das 19. Jahrhundert hinein regelmäßig in Arzneimittellisten erwähnt, geriet dann aber in Vergessenheit. Im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts beschrieb der Arzt M. Stirnadel die wohltuende Wirkung der Frauenminze bei Gallenleiden.
Dr. Koll Gemmoextrakt: Olea europaea - OliveDr. Koll Gemmoextrakt: Fraxinus excelsior - EscheDr. Koll GemmoKomplex Nr. 3Dr. Koll GemmoKomplex Nr. 2

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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