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Mutterkraut (Tanacetum parthenium, syn. Chrysanthemum parthenium) ist eine Pflanze aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae).
Das Mutterkraut ist 30 bis 80 Zentimeter hoch und riecht stark aromatisch. Der Stängel ist gerippt und oben verzweigt. Die Blätter sind zart, hellgrün, fast unbehaart, eiförmig und dabei gefiedert bis fiederspaltig. Die Blütenköpfchen sind meist gefüllt, 13 bis 22 Millimeter im Durchmesser und stehen zu fünf bis 30 in lockeren Doldenrispen. Die Zungenblüten sind weiß, die Röhrenblüten gelb; sie erinnern ein wenig an die Kamille.

Verwendung in der Heilkunde

Mutterkraut wurde bereits von Dioskurides im 1. Jahrhundert als Heilkraut beschrieben. Im Mittelalter wurde es gegen Fieber und Kopfschmerzen eingesetzt. Der Name kommt von seiner Verwendung bei Schwangerschaftsbeschwerden – es löst die Menstruation aus und fördert die Ablösung der Plazenta, ist also ein Abortivum.
Heutige naturheilkundliche Verwendung
Die Blätter des Mutterkrauts können das Auftreten von Migräneanfällen vermindern, wenn sie über Wochen regelmäßig prophylaktisch eingenommen werden. Sie sollen außerdem beruhigend und verdauungsfördernd wirken und Parasiten im Darm bekämpfen. Äußerlich angewendet sollen sie auch gegen Hauteiterungen helfen und Insekten abwehren. Die enthaltenen Parthenolide hemmen die Bildung von Prostaglandinen sowie die Freisetzung von Serotonin aus den Blutplättchen. Sie werden neuerdings auch als mögliche Grundlage eines neuen Medikamentes gegen Leukämie angesehen. Mutterkraut ist als Fertigpräparat erhältlich. Es lässt sich leicht im eigenen Garten ziehen, um die Blätter direkt zu verwenden. Wegen des bitter-aromatischen Geschmacks werden sie gerne mit auf Brot gelegt. Für Schwangerschaft und Stillzeit liegen keine genauen Erfahrungen vor.

Verwendung in der Küche

Wegen des bitter-aromatischen Geschmacks werden sie gerne mit auf Brot gelegt.

Es lässt sich leicht im eigenen Garten ziehen, um die Blätter direkt zu verwenden.

Wasserbedarf normal

Gute Nachbarn

Standort

Als Standorte werden lehmige, nährstoffreiche Böden bevorzugt; beispielsweise wächst das Mutterkraut dort in ruderalen Gras- und Staudenfluren. Auch in alten Bauerngärten kommt die Art vor, weshalb es viele, teilweise verwilderte Gartenformen der Pflanze gibt.

Verbreitung & Vorkommen

Ursprünglich war das Mutterkraut im östlichen Mittelmeergebiet beheimatet. Aufgrund ihrer historisch langen Nachweisbarkeit in Mitteleuropa wird die Art als Archäophyt eingestuft. Sie gilt hier als nicht winterhart.

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