Bittere Schafgarbe - Achillea clavenae

Familie: Asteráceae - Korbblütler
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Heilpflanze Alpenpflanze

<b>Bittere Schafgarbe - <i>Achillea clavennae</i></b>
Bittere Schafgarbe - Achillea clavennae
Bildquelle: Wikipedia User Tigerente; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;
Wiki Commons Bildbeschreibung: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Achillea_clavennae.jpg


Achillea: gr. Mythologie, n. Achilles (Held v. Troja) benannt, dem der Ken­tau­re Chi­ron (gr. Cheiron) die Heil­kun­de beibrachte. Der Preßsaft der fri­schen Pflanze wur­de u.a. äußerlich zur Wund­behandlung ver­wen­det (Achil­les­fer­se); "Schafgarbe"

andere Namen: Steinraute, Abrauten (Tirol), Bergwermut (Tirol bei Lienz, Pinzgau), Kronenwermut, Kührauten (Fusch im Pinzgau), Rossrauten (Pongau, Pinzgau, Zillertal), Unser Frauen Rauch, Weißrauch (Österreich), Weißer Wermut und Zandelkraut (Kärnten).

Die bittere Schafgarbe stand als Zauberpflanze in hohem Ansehen. So wurden Almhütten und Ställe zum Schutz vor Hexen mit dem Kraut ausgeräuchert.

Bittere Schafgarbe - Achillea clavennae; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Tigerente 2004">Wikipedia User Tigerente 2004</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>;

Die mehrjährige krautige Pflanze erreicht Wuchshöhen von fünf bis 30 Zentimeter. Die ganze Pflanze, insbesondere die Laubblätter sind seidig filzig und von weißgrauer Farbe. Die mittleren Stängelblätter sind fiederlappig bis tief fiederspaltig, mit beiderseits zwei bis vier Abschnitten. Diese sind meist 1,5 bis 5 Millimeter breit ungeteilt oder mit zwei bis drei stumpfen Zähnen oder Zipfeln. Die weißen Blüten stehen zu 6-25 und haben fünf bis acht Zungenblüten die vier bis sechs Millimeter lang werden. Die Körbe erreichen einen Durchmesser von 10 bis 18 Millimeter. Die Hüllblätter sind schwarzbraun berandet.



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Standort

Der Weiße Speik bevorzugt als Standort sonnige Steinrasen, Felsspalten und Felsschutt.

Verbreitung/Vorkommen

Die Pflanze ist kalkstet und ist somit in den Kalkalpen häufig anzutreffen. In den Zentralalpen eher zerstreut bis selten.

Inhaltsstoffe

Die Blätter verströmen beim Zerreiben einen aromatischen würzigen Duft. Die Bittere Schafgarbe enthält wie die meisten Schafgarbe-Arten ätherische Öle und die Bitterstoffe Achillein und Moschatin.

Verwendung in der Pflanzenheilkunde

Die Steinraute wird als Heilkraut bei Magen-, Darm- und Leberleiden sowie als Wundkraut verwendet.


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Bittere Schafgarbe - Garten/Anbau

Lichtanspruch: Licht;
Boden Beschaffenheit: sandiger Boden / Sandboden;
Boden PH-Wert: basisch;
Boden Nährstoffgehalt: nährstoffarm;

Sonstiges

In manchen Gegenden ist der Weiße Speik auch Bestandteil des Viehschmucks zum Almabtrieb. In den französischen Alpen legte man Kindern die Blätter auf die Augen, um ihnen einen friedlichen Schlaf und schöne Träume zu sichern.

Literatur




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Bildquellenverzeichnis



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